DRK-Bergwacht Thüringen hat Wintersaison beendet


Erfurt (DRK) – Die DRK-Bergwacht Thüringen hat am vergangenen Wochenende (13./14.04.2013) die Wintersaison 2012/2013 beendet und ihren Vorsorgedienst an den Bergrettungsstationen in den Skigebieten eingestellt.

Die Bergwacht musste in der zu Ende gehenden Saison wesentlich weniger Hilfe leisten als 2011/2012. Die Gesamtzahl der Einsätze ging von 258 auf 135 zurück. Dieser Rückgang ist fast ausschließlich auf weniger leicht Verletzte, die vor Ort versorgt werden konnten, zurückzuführen (41 gegenüber 140 im Vorjahr). Die Anzahl der schweren Verletzungen, die einen Abtransport zur Weiterbehandlung im Krankenhaus erforderten, ging dagegen nur leicht von 114 auf 94 zurück.

Schwerpunkte waren Unfälle bei Alpinski (28, darunter 22 Skiarena Silbersattel), gesundheitliche Probleme von Besuchern der großen Wintersportveranstaltungen in Oberhof (19), Unfälle von Snowboardfahrern (14, darunter 10 in Oberhof) und Langläufern, zumeist mit Knochenbrüchen und Kreislaufproblemen (13).

Die Bergretter waren aber nicht nur bei der Rettung aus unwegsamem Gelände gefragt. Auf Grund der Schneemassen in einigen Orten kam zeitweise der bodengebundene Rettungsdienst beim Transport von Verletzten und Kranken an seine Grenzen. So musste 16 Personen mit Unterstützung der Bergwacht von ihrem Haus in den Rettungswagen oder zurück transportiert werden. Bei einer von insgesamt neun Hilfeleistungen in Lauscha war der Weg so beschwerlich, dass der Patient im Rettungsschlitten mit einer Seilwinde zu seinem Haus gezogen wurde.

Über 600 speziell ausgebildete und ausgerüstete Ehrenamtliche arbeiten in der DRK-Bergwacht im Thüringer Wald, in der Rhön und im Thüringer Teil des Südharzes.

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