Dreifach-Crash war nicht überlebbar


Verden (ots) – Am Freitagabend verunglückte ein Kleinwagenfahrer auf der A 27 zwischen den Anschlussstellen Verden-Ost und Verden-Nord dreifach und verstarb noch an der Unfallstelle.

Ein 33-jähriger Pkw-Fahrer aus dem Kreis Rotenburg/Wümme fuhr auf den Anhänger eines vorausfahrenden Lkw auf. Durch den Aufprall verkeilte sich der Kleinwagen des Mannes unter dem Heck des Anhängers und wurde so erst mitgeschleift. Danach löste sich der Pkw wieder und drehte sich, so dass er entgegengesetzt zur Fahrtrichtung zum Stillstand kam.

Ein 44-jähriger Autofahrer aus Nörtenhardenberg erkannte den nach seinen Angaben unbeleuchten Kleinwagen zu spät und prallte mit seinem Passat-Kombi frontal dagegen.

Durch den erneuten Aufprall wurde der Wagen des 33-Jährigen wieder herumgeschleudert und seitlich von dem nachfolgenden VW-Bulli eines 60-Jährigen erfasst und entlang der Fahrerseite regelrecht aufgeschlitzt.

Der 33-Jährige Fahrer des Renault-Kleinwagens wurde dadurch aus dem Auto heraus auf die Fahrbahn geschleudert und lag bei Eintreffen der ersten Helfer schwerverletzt auf der Fahrbahn.

Obwohl eine britische Militärärztin, die als eine der ersten auf die Unfallstelle zukam, sofort Erste Hilfe leistete, kam für den jungen Mann jede Hilfe zu spät. Er verstarb noch an der Unfallstelle.

Die Fahrer der Passat-Kombi und des VW-Bulli, der sich durch den Unfall auf die Seite legte, erlitten leichte Verletzungen und mussten mit Rettungswagen in das Verdener Krankenhaus eingeliefert werden. Der 50-jährige Lkw-Fahrer blieb unverletzt. Er hatte beim Befahren der Autobahn in Richtung Bremen lediglich einen Schlag verspürt und anschließend Funken sprühen sehen. In der Annahme, ein Reifen seines Anhängers sei geplatzt, war der Mann zunächst ganz normal auf den Pannenstreifen gefahren und hatte erst beim Aussteigen das ganze Ausmaß des Unfalles erkannt.

Über mehrere hundert Meter war die Autobahn mit Trümmerteilen übersäht. Es dauerte beinahe eine Stunde bis die Polizei den Unfallhergang „einigermaßen“ rekonstruieren konnte. Um endgültige Gewissheit über den Geschehensablauf zu bekommen, wurde auch ein Gutachter eingeschaltet. Zudem wurde mit Hilfe eines fotogrammetrischen Fotomessverfahren die Spurenlage genaustens dokumentiert.

Unklar war lange Zeit, ob der getötete 33-Jährige noch weitere Mitfahrer hatte. Sicherheitshalber suchten Diensthundführer der Polizei einen angrenzenden Acker nach weiteren Verletzten ab. Sogar ein Polizeihubschrauber mit einer Wärmebildkamera kam zum Einsatz. Schaulustige, die sich über verschiedene Feldwege der Unfallstelle nähern wollten, erschwerten die Suche.

An der Unfallstelle kam ein Großaufgebot von Rettungskräften zum Einsatz. Neben Polizei und Rettungsdienst waren auch rund 30 Angehörige der Verdener Feuerwehr und der Feuerwehrtechnischen Zentrale des Landkreises beteiligt, die die Unfallstelle großflächig ausleuchteten, ausgelaufene Flüssigkeiten abstreuten und den Brandschutz sicherstellten. Auch die Autobahnmeisterei war mit mehreren Hilfskräften vor Ort, um eine Umleitungsstrecke einzurichten und die Unfallstelle zu säubern. Die Autobahn blieb bis tief in die Nacht gesperrt.

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