Drei Tote bei Feuer in einem Hospitz


Köln (pm) – In der Nacht vom Freitag auf Samstag kamen drei Bewohner eines Hospitzes in Köln-Porz bei einem Brand im Dachgeschoss des Hauses ums Leben.

Am 19. Dezember 2009 um 01:56 Uhr wurde die Leitstelle der Feuerwehr Köln über die Polizei alarmiert und schickte sofort zwei Löschzüge der Berufsfeuerwehr, die Löschgruppe Urbach der Freiwilligen Feuerwehr, einen Notarzt, zwei Rettungswagen und den Führungsdienst der Feuerwehr zur Einsatzstelle.

Das Hospitz liegt nur rund 900 Meter von der zuständigen Feuer- und Rettungswache Porz weg, so dass die ersten Einsatzkräfte trotz der verschneiten Strassen bereits sechs Minuten nach der Alarmierung vor Ort eintrafen. Schon auf der Anfahrt waren starker Rauch und Feuerschein zu erkennen. Zu diesem Zeitpunkt waren Teile des Dachstuhls schon durchgebrannt und Flammen schlugen aus dem Dach.

Der erste Trupp konnte aufgrund der Angaben einer anwesenden Betreuerin sofort ins brennende Dachgeschoss vordringen und rettete in nur wenigen Minuten einen gehfähigen Hospitzbewohner mittels Brandfluchthaube und zwei Bewohnerinnen, die leblos in ihren Zimmern lagen. Der Trupp der Feuer- und Rettungswache Porz wurde bei den Rettungsarbeiten und bei der Brandbekämpfung von einem Trupp der Löschgruppe Urbach unterstützt.

Die Patienten wurden in einen Aufenthaltsraum im Erdgeschoss gebracht und dort von einer Notärztin untersucht. Bei den beiden leblos aufgefundenen Damen konnte Ärztin allerdings nur noch den Tod feststellen.

Ein weiterer Bewohner, der im Dachgeschoss vermisst wurde, konnte erst gefunden werden, als der Brand gelöscht war. Er lag tot unter den verbrannten Trümmern seines Zimmers.

Während die Feuerwehr die Bewohner im Dachgeschoss rettete und den Brand bekämpfte, konnten die restlichen vier Bewohner, die sich im ersten Obergeschoss aufhielten, von der Polizei ebenfalls in den Aufenthaltsort im Erdgeschoss gebracht werden.

Zur Betreuung und rettungsdienstlichen Versorgung der Bewohner wurden ein weiterer Notarzt, der Leitende Notarzt und drei zusätzliche Rettungswagen zur Einsatzstelle alarmiert. Alle Bewohnerinnen und Bewohner wurden von den Notärzten untersucht.
Anschließend wurden vier Personen vorsorglich in umliegende Krankenhäuser und eine Dame vorüber gehend in ein nahe gelegenes Altenheim gebracht. Auch die Betreuerin des Hospitzes, die sich bei Brandausbruch im Gebäude aufhielt, wurde vorsorglich in ein Krankenhaus transportiert.

Die Nachlöscharbeiten dauerten noch bis etwa 06:00 Uhr. Das Dachgeschoss des Hauses wurde bei dem Feuer fast vollständig zerstört und ist nicht mehr bewohnbar. In den Morgenstunden wurde der Brandherd noch mehrmals von der Feuerwehr kontrolliert und kleinere Brandnester wurden abgelöscht.

Bei dem Einsatz waren insgesamt 63 Einsatzkräfte der Feuerwehr Köln, des Rettungsdienstes Köln und des Rettungsdienstes des Rhein-Sieg-Kreises eingesetzt.

Oberbürgermeister Jürgen Roters hat heute Morgen in einer ersten Reaktion den Angehörigen der Opfer kondoliert und ihnen sein tiefempfundenes Beileid ausgesprochen. „Im Sinne der Opfer und auch der Menschen, die jetzt in anderen Häusern untergebracht wurden, muss die Brandursache schnellstmöglich aufgeklärt werden.“

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