Dramatische Unfallrettung auf der A14


Halle (BF) – Gegen 15:30 Uhr ging gestern in der Leitstelle Halle (Saale) ein Notruf über einen Verkehrsunfall auf der BAB 14 in Höhe der Autobahnauffahrt Peissen mit eingeklemmten Personen ein.

Der Disponent setzte daraufhin sofort zahlreiche Rettungskräfte in Marsch. Zum Einsatz kamen von der Südwache der Löschzug und ein Rettungswagen, von der Hauptwache wurde das Hilfeleistungslöschfahrzeug 30/16, der Einsatzleitwagen 2 sowie der Abrollbehälter „Rüst“ alarmiert. Ferner wurde ein Rettungshubschrauber sowie ein weiterer Rettungswagen angefordert.

Beim Eintreffen der Rettungskräfte bot sich ein Bild des Grauens: Zwischen zwei Lastwagen war ein VW Multivan soweit deformiert, dass er kaum noch als solcher zu erkennen war. Der Fahrer des Fahrzeuges wurde vom ersten Notarzt und der RTW-Besatzung bereits erstversorgt.

Der Einsatzleiter und die Rettungskräfte des zweiten Rettungswagens entdeckten in dem Fahrzeugwrack noch eine weitere Person sowie einen Kindersitz. Im Kindersitz konnte zunächst kein Kind gesichtet werden. Da auch ein Teil des Daches im Kopfbereich des Sitzes lag, befürchteten die Einsatzkräfte das Schlimmste. Beim Abtasten des Kindersitzes von unten bemerkten die Rettungskräfte ein Kinderbein. Ob das Kind aber verletzt oder eingeklemmt war, konnte so nicht festgestellt werden.

Die Einsatzkräfte entschieden sich für einen Rettungsversuch durch den Kofferraum, um an das Kind heranzukommen. In der Zwischenzeit wurden ein weiterer Notarzt, der leitende Notarzt sowie ein Rettungswagen nachgefordert. Am verunfallten Fahrzeug wurden zwei Arbeitsabschnitte gebildet, um ein zügiges und sicheres Befreien des eingeklemmten Fahrers sowie des eingeklemmten Kindes zu gewährleisten. Die Kollegen, welche an der Rettung des Fahrers arbeiteten, trennten Karosserieteile der Fahrerseite ab und konnten so den schwer verletzten Mann über ein Spineboard retten. Die zweite erwachsene Person hatte durch die massiven Verletzungen keine Chance zu überleben. Der Notarzt konnte hier nur noch den Tod feststellen.

Das Kleinkind wurde nach kurzer Zeit in seinem Kindersitz aus dem VW gerettet. Nach einer erweiterten notfallmedizinischen Versorgung in den Rettungswagen, transportierten Rettungshubschrauber die Verletzten ins Krankenhaus Bergmannstrost und die Universitätsklinik.

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