Rescue2008 in Berlin


Bad Nenndorf (ots) – Rund 100 Tage vor der parallelen Eröffnung der Weltmeisterschaft im Rettungsschwimmen an den beiden Austragungsorten Berlin und Warnemünde sieht sich die DLRG auf einem guten Weg. „Die Vorbereitungen sind im Zeitplan, die einzelnen Organisationsbereiche haben viele Arbeiten bereits erledigt und viele Teams haben sich bereits angemeldet. Wir sind zuversichtlich, dass diese Weltmeisterschaft mit Mannschaften aus über 40 Ländern und etwa 4.000 Athleten Maßstäbe setzen wird“, zeigt sich DLRG-Präsident Dr. Klaus Wilkens, zugleich auch Vorsitzender des WM-Organisationskomitees zuversichtlich.

WM wird erwachsen
Genau 18 Jahre nachdem die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft in Lübeck und Travemünde erstmals eine Weltmeisterschaft im Rettungsschwimmen im sogenannten Rescue-Format ausgerichtet hat, bei der sowohl Disziplinen in der Schwimmhalle als auch im offenen Meer ausgetragen werden, kommt die WM nun nach Deutschland zurück – und ist erwachsen geworden. Die Teilnehmerzahl hat sich seit 1990 verfünffacht, der Rettungssport hat sich weiterentwickelt und viele neue Anhänger gefunden. Zudem wird er von vielen Rettungsschwimmern mittlerweile auf sehr hohem Niveau betrieben. Das zeigt sich unter anderem auch an den Austragungsstandorten der diesjährigen Weltmeisterschaft. „Mit der Schwimm- und Sprunghalle im Europapark (SSE) in Berlin haben wir eine der besten Hallen für das Wettkampfschwimmen in Deutschland als Austragungsort für die Hallen-Wettkämpfe gefunden und Warnemünde bietet ideale Voraussetzungen für die Freigewässer-Disziplinen“, berichtet Wilkens.

Dieser Ansicht war auch der Weltverband, die International Lifesaving Federation (ILS), als sie im Februar 2006 die Rescue nach Deutschland vergab. Das die Athleten nun mindestens einmal zwischen der deutschen Hauptstadt und dem Seebad pendeln müssen, fiel angesichts der guten Bedingungen nicht ins Gewicht. „Außerdem können wir den Athleten einen günstigen öffentlichen Pendelverkehr anbieten“, ergänzt der OK-Chef.

Spitzensport, der Menschen dient
Unter dieses Motto hat die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft als Ausrichter der Weltmeisterschaften die Rescue2008 gestellt. Denn Rettungssport verlangt in seiner leistungssportlichen Spitze von den Athleten eine konsequente Ausrichtung der Lebensweise auf den Sport, um ganz vorne mit schwimmen zu können. Und das ist nicht immer leicht für Sportler, die allesamt Amateure sind und neben dem Sport noch zur Schule gehen, studieren, in der Ausbildung sind oder einen Beruf ausüben. Doch das Training zahlt sich gleich in doppelter Hinsicht aus. Neben den sportlichen Erfolgen verbessert es – und das ist die andere, humanitäre Seite des Rettungssports – die Rettungsfähigkeit jedes einzelnen Athleten. Diesen Aspekt berücksichtigt auch die Rescue, denn neben den Nationalmannschaften, deren Athleten sich vor allem auf den Sport konzentrieren, sind im Sommer in Berlin und Warnemünde auch Vereine (Interclubs) und Senioren (Masters) aus aller Welt am Start. Und viele dieser Athleten sind neben dem Sport auch als Rettungsschwimmer an den Küsten und Seen im Einsatz und sorgen weltweit für sichere Wasserfreizeit.

Anspruchsvolle Disziplinen
Durch diese Nähe zu den tatsächlichen Anforderungen im Rettungseinsatz haben sich anspruchsvolle und zum Teil hochkomplexe sportliche Disziplinen entwickelt. In der Schwimmhalle steht dabei vor allem das Schleppen von Puppen auf Zeit zum Teil mit Hilfsmitteln wie Flossen oder Gurtrettern im Vordergrund. Hier geht es neben dem Sieg über die jeweilige Strecke immer auch um Welt- und Europarekorde. An der Küste ist dagegen der Kampf mit äußeren Bedingungen wie Wellen und Strömungen das den Sport prägende Element. Auch hier kommen Rettungsmittel wie das an ein Surfbrett erinnernde Rettungsbrett (Rescue Board) oder der dem Kajak ähnliche Rettungsski (Surf Ski) zum Einsatz.

Informationen rund um die Rescue mit ausführlichem Zeitplan: rescue2008.com

Möchten Sie einen Kommentar schreiben?