DLRG-Bilanz auf dem Zwischenahner Meer


(Foto: DLRG)Bad Zwischenahn (DLRG) – Bei strahlendem Herbstwetter wurden die Badebojen von den Badestellen rund um das Zwischenahner Meer durch Rettungsschwimmer der DLRG Bad Zwischenahn eingeholt. Die letzte Ranglistenregatta fand bereits am vergangenen Wochenende statt.

Die DLRG-Station ist am kommenden Wochenende letztmalig für dieses Jahr besetzt. Danach können die Rettungsschwimmer im Notfall über den Notruf 112 gerufen werden. Wassersportler können das Meer noch bis zum 15. Oktober nutzen, danach tritt das Winterfahrverbot in Kraft.

Aus Sichtweite der DLRG handelt es sich um eine durchschnittliche Bade- und Wassersportsaison auf dem drittgrößten Binnensee Niedersachsens, trotz der heißen Wochen des Sommers 2010.

Eine lange Saison

In diesem Jahr war die Wachzeit besonders lang, dadurch bedingt, dass bereits Eisrettungswachdienst an den Wochenenden im Winter geleistet wurde. Somit sind bis jetzt schon mindestens 5.800 ehrenamtliche Stunden geleistet worden. Diese verteilen sich auf rund 50 Rettungsschwimmer.

Die drei auf dem Zwischenahner Meer stationierten Motorrettungsbooten der Wasserrettungsorganisation stehen an die 1200 zugelassene Wassersportfahrzeuge gegenüber. Allein bei 20 Regatten mit bis zu 80 teilnehmenden Schiffen sorgte die DLRG für Sicherheit.

Die Wassersport- und Badesaison war in diesem Jahr wieder einmal geprägt von den Ranglistenregatten des Zwischenahner Segelklubs bis hin zur Internationalen Meisterschaft der O-Jollensegler. Die Zwischenahner Woche, der Triathlon und das Drachenbootrennen sind weitere Veranstaltungen, die die DLRG fordern und zum festen Jahresplan gehören.

147 Boote gekentert

Bis zum jetzigen Zeitpunkt sind mindestens 147 Boote auf dem Meer gekentert. Bei 44 Booten wurde der Bergevorgang nicht nur begleitet und abgesichert, sondern es wurde tatkräftig beim Aufstellen des Schiffes geholfen.

33 Boote sind nach einer Kenterung oder nach Mast- und Ruderbruch in den Hafen geschleppt worden.

Der Eigner eines Jollenkreuzers wurde sogar mit Hilfe von Hebekissen und Pumpen der Freiwilligen Feuerwehr Bad Zwischenahn vor dem Totalverlust seines Schiffes bewahrt.
Die drei Besatzungsmitglieder kamen ebenfalls mit dem Schrecken davon.

Bei der Kenterung eines Kanus im Mai hörten Seeanlieger die Hilfeschreie der 3 Schiffbrüchigen. Nur durch das schnelle und beherzte Eingreifen der DLRG konnten schlimmere Folgen verhindert werden.

Auch drei Surfer nahmen in der abgelaufenen Saison nach Ausübung ihres Kräfte zehrenden Sports die Hilfe der DLRG in Anspruch, um an das sichere Ufer zu gelangen.

An den Badestellen ist es immer wieder durch achtlos weggeworfene Flaschen bei den Badegästen zu Schnittverletzungen gekommen. Auch Wassersportler wurden unterkühlt oder mit Quetschungen und Platzwunden vom Meer geholt und medizinisch versorgt worden.

Welswette für die DLRG

Die Saison für die Rettungsschwimmer vom Zwischenahner Meer wird am Samstag, 16. Oktober 2010 mit der legendären „Welswette“ beendet. Zu Gunsten der DLRG Bad Zwischenahn wird an diesem Tag im Hotel „Haus am Meer“ für den guten Zweck gewettet. Geladene Gäste aus Politik, Wirtschaft, Verwaltung und öffentlichem Leben stellen sich die Frage, ob die Einsatztaucher der DLRG den Wels an diesem Tage im Meer entdecken. Die DLRG wird mit einer Einsatztauchergruppe im Bereich des Strandparkes den Wels suchen.
Analog der „Eiswette“ in Bremen erhält auch hier die Wasserrettungsorganisation, den Wettbetrag, um ihrem humanitären Auftrag am Zwischenahner Meer auch weiterhin gerecht zu werden.

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