Digitalfunk-Probebetrieb im Regierungsbezirk Freiburg startet


Stuttgart (pm) – Auch im Regierungsbezirk Freiburg können Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst bald das neue leistungsfähige Digitalfunknetz nutzen.

Innenminister Reinhold Gall gab am Montag in Freiburg den Startschuss für den erweiterten Probebetrieb, der stufenweise im Ortenaukreis, im Landkreis Rottweil, im Schwarzwald-Baar-Kreis, in den Landkreisen Tuttlingen und Konstanz (alle 24. Dezember 2012) sowie in den Landkreisen Breisgau-Hochschwarzwald, Emmendingen, Lörrach und Waldshut (alle 25. Februar 2013) aufgenommen wird.

„In Baden-Württemberg steht dann als erstem großen Flächenland das gemeinsame Digitalfunknetz für alle Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben bereit“, betonte der Innenminister in Anwesenheit der Freiburger Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer.

Durch eine sechsmonatige Erprobung sollen einerseits die technische Stabilität des Netzes nachgewiesen und organisatorische Regelungen erprobt werden. Auf der anderen Seite gilt es, auf mögliche Schwachstellen zu reagieren. Gleichzeitig sollen Erfahrungen bei der Nutzung der digitalen Funkgeräte gewonnen werden. „Der erweiterte Probebetrieb muss intensiv genutzt werden, um die Qualität des neuen Funknetzes sicherzustellen und die künftigen Anwender zu schulen“, erklärte der Gesamtverantwortliche des Projekts, Kriminaldirektor Reiner Möller aus dem Innenministerium.

Insgesamt sind für das digitale Funknetz in Baden-Württemberg 633 Stationen erforderlich; rund 160 Funkmasten wurden dafür neu gebaut. Zudem mussten rund 900 Richtfunkstrecken aufgebaut werden.

Ab Mitte 2013 werden sukzessiv die neun Integrierten Leitstellen für die Feuerwehr und den Rettungsdienst im Regierungsbezirk Freiburg umgerüstet, für die nichtpolizeilichen „Blaulichtorganisationen“ müssen in den nächsten Jahren rund 3.700 Funkgeräte beschafft werden, davon alleine für die freiwilligen Feuerwehren circa 2.800 Endgeräte. Die entsprechende Umrüstung der Landesfahrzeuge des Katastrophenschutzes soll in den nächsten beiden Jahren in zwei Tranchen erfolgen.

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