Digitalfunk: Polizeigewerkschaft warnt vor Gesundheitsgefahren


Berlin (rd.de) – Die Polizeigewerkschaft GdP warnte in ihrer Mitgliederzeitschrift vor möglichen Gesundheitsgefahren durch die Nutzung des Tetra-Digitalfunks.

Die Gewerkschaft betont, der Einführung des Digitalfunks in Deutschland kann und soll nicht widersprochen werden, dennoch weist die Polizeigewerkschaft darauf hin, dass eine Minimierung der gesundheitlichen Risiken gefordert werden muss. Dazu gehören Lösungen zur Strahlungsminimierung in Fahrzeugen. Handfunkgeräte in Fahrzeuginnenräumen könnten zu einer erhöhten Strahlenbelastung führen, weil die Karosserie abschirmend wirkt.

In dem Beitrag, der in der Ausgabe Dezember 2011 erschien, werden Beobachtungen aus England zitiert, in denen Polizisten 176 Schadensersatzklagen wegen möglicher gesundheitlicher Beeinträchtigungen durch die Tetra-Nutzung eingereicht haben. Ferner verlinkt der Beitrag auf Studientagungen mit Mobilfunkkritikern. Die Gewerkschaft der Polizei fordert einen Nachweis der Unbedenklichkeit, der wissenschaftlich kaum zweifelsfrei zu bekommen sein dürfte.

6 Responses to “Digitalfunk: Polizeigewerkschaft warnt vor Gesundheitsgefahren”

  1. Stefan on Februar 29th, 2012 09:52

    Dieses Problem ist schon längere Zeit bekannt!

    Hier ein Link eines entsprechenden Berichts aus England dazu:

    http://www.scribd.com/doc/35584024/Vertraulicher-Bericht-uber-TETRA

    Wie seriös dieser Bericht allerdings ist kann ich nicht sagen.

  2. Mario Gongolsky on Februar 29th, 2012 13:10

    Wir hatten dasThema hier schon mehrfach erörtert. Zum Beispiel hier: Strahlenangs verzögert Digitalfunk. Ich befasse mich seit 1994 mit dem Thema, habe aber bisher keine überzeugende Untersuchung gefunden, die einen Zusammenhang zwischen Funkstrahlen und Krebs, Leukämie oder ähnlich dramatischen Krankheitsereignissen belegen könnte. Ich werde hier aber nicht verkünden, das sei alles Quatsch. Zwischen der Strahleneinwirkung und der Krankheis können viele Jahre liegen. Ganz schwierig da Ursache und Wirkung zu belegen. Inzwischen ist der Handyfunk aber alt genug und es gibt erste Langzeitstudien unter Handynutzern und auch da ist nichts wirklich greifbares heraus gekommen.

  3. Peter on Februar 29th, 2012 20:06

    Es mag sein das ich da sehr empfindlich bin, aber jedesmal wenn ich mit meinem Samsung Galaxy mobil ins Web gehe, muß ich es weiter vom Kopf weghalten als beim Telefonieren, weil ich durch die pulsende Strahlung (kann man sehr gut im PC Lautsprechern hören) starke Kopfschmerzen bekomme. Ob das jetzt am Gerät oder dem Funknetz liegt weiß ich nicht. Andere Kameraden haben ähnliche Erfaahrungen mit ihrem Smartphone gemacht. Beim digitalfunk wird es sicherlich nicht anders sein.

  4. Stefan on März 1st, 2012 09:11

    Sehr geehrter Herr Gongolsky,

    Sie haben recht mit Ihrer Aussage daß es von offizieller Seite kein Eingeständnis zu möglichen Risiken bei Mobilfunkstrahlen bislang gibt.

    Aber beim Tabak hat die Politik ca. 100 Jahre gebraucht bis sie zugab daß rauchen krebserregend ist und die Tabakkindustrie 120 Jahre!
    Und die wirtschaftliche Bedeutung der Mobilfunktechnik ist bedeutend höher einzuschätzen als der Tabakkonsum.

    Und nach der Ansicht von vielen Zellbiologen ist die Mobilfunkstrahlung schädlicher als Tabak.
    Zudem kann man die Strahlung von Mobilfunktelefonen und Tetrafunk auch nicht genau miteinander vergleichen da hier doch gewisse Unterschiede was die Pulsation und die Feldstärke betrifft vorliegen. Am ehesten ist Tetra mit UMTS zu vergleichen.
    Hierzu folgende Links:

    http://iddd.de/umtsno/neitzke.htm

    http://www.izgmf.de/Aktionen/Meldungen/Archiv_03/Behordenfunk/behordenfunk.html

    Ich meine eine entsprechende frühzeitige Sensibilisierung der betroffenen BOS Kollegen zu diesem Thema, um einen all zu sorglosen Umgang mit dieser Technik zu verhindern, ist nicht verkehrt. Bevor es ein böses erwachen gibt.

  5. Mario Gongolsky on März 1st, 2012 09:28

    Die Strahlungsintensität von Smartphones ist nicht höher als bei gewöhnlichen Mobiltelefonen. Es gibt aber wohl elektrosensible Personen, bei denen solchen Symptome wie Schwindel, Kopfschmerz und Konzentrationsstörungen auftreten können. Das kann einem aber auch bei einem gewöhnlichen Schnurlostelefon (DECT) passieren. Dort ist die Strahlungsintensität meist deutlich höher, aber es werden andere Frequenzen verwendet.

  6. Mario Gongolsky on März 1st, 2012 09:34

    Der Tabakvergleich hinkt ein wenig, weil hier die entsprechenden biologischen Wirkmechanismen längst gefunden wurden. Ein solcher Wirkmechanismus wurde zumindest bisher bei Mobilfunkstrahlung noch nicht gefunden. Ein sensibler Umgang mit dem Mobilfunk ist in der Tat nicht falsch. Im Rettungsdienst sollte man bedenken, dass es zu Störungen bei Medizingeräten kommen kann. Weder das Handy noch ein Tetra-Mobilfunkgerät hat in Patientenraum etwas verloren.

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