Die Feuerwehr im OP


(Foto. Ortsfeuerwehr Aurich)Aurich (FW)- Einen kleinen, aber spektakulären Einsatz hatte die Ortsfeuerwehr Aurich in der Ubbo-Emmius-Klinik in Aurich zu bewältigen. Bei einem Patienten war der linke Ringfinger gebrochen, an dem sich leider noch ein Edelstahlring befand und durch die Verletzung nicht abgenommen werden konnte.

Der Ring hatte eine Breite von etwa 9 mm und eine Dicke von rund 3,5 mm. Nachdem die „Krankenhauswerkzeuge“ kapitulierten, wurde gegen 05.09 Uhr die Auricher Wehr über den Ortsbrandmeister telefonisch alarmiert. Die TH-Ausrüstung des HLF erwies sich allerdings als etwas unpassend für den Ring.

Mit einer „guten Klempnerausrüstung“ ging man dann schließlich ans Werk. Eine Lokalanästhesie musste aufgrund einer auftretenden Schwellung am Finger abgebrochen werden. Die Zeit drängte. Nach kurzer Beratung entschloss man sich zu einer Plexusanästhesie des linken Armes, es werden hierbei bestimmte Nervenbündel betäubt. Wieder Wartezeit bis der Anästhesist grünes Licht gab.

Dem Ring, fixiert mit einer Pumpenzange, ging es nun, mit vielen Händen und einer ganz ruhigen Hand, mit einem Winkelschleifer zu Leibe. Ständige Kühlung erfolgte durch das Krankenhauspersonal mittels einer Kochsalzlösung. Aufgrund der Materialbeschaffenheit und Dicke des Ringes war nach dem ersten Schnitt ein Auseinanderbiegen noch nicht möglich, so dass der Ring am Finger gedreht und dann ein zweites mal geschnitten werden musste.

Mit einer ganz leichten thermischen Verletzung konnte ein sichtlich erleichterter Patient dann dem Chirurgen übergeben werden.

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