DGzRS stellt neues Seenotrettungsboot für Langeoog in Dienst


Langeoog/Berne (rd_de) – Beim Tages der offenen Tür der Fassmer Werft taufte die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DgzRS) am Samstag (12.08.2017) ihr neues Seenotrettungsboot (SRB) „Secretarius“. Es ist an der Freiwilligen-Station der Insel Langeoog stationiert.

Das Tochterboot MATHIAS des Seenotrettungskreuzers ANNELIESE KRAMER begleitet die SECRETARIUS. Foto: DGzSR

Mareike Bröker taufte den Neubau, der als SRB 67 bereits mehrmals im Einsatz war, auf den Namen „Secretarius“. Die gebürtige Bremerin stellt seit 2006 bei den Stiftungsfesten der Bremer Eiswette von 1829 „Frau Weser“ dar. Mit der Namensgebung würdigte die DGzRS das Engagement der Eiswette für die Seenotretter. Bei den Stiftungsfesten 2016 und 2017 hatten die rund 800 Anwesenden jeweils rund 450.000 Euro gespendet. Mit diesen Spenden konnte das eine Million Euro teure SRB fast vollständig finanziert werden.

„Für die Finanzierung dieses Neubaus sind wir ausgesprochen dankbar. Damit können wir unserer Besatzung auf Langeoog ein neues, modernes und sehr sicheres Einsatzfahrzeug zur Verfügung stellen“, betonte DGzRS-Vorsitzer Gerhard Harder bei der Taufe in der Fassmer Werft in Berne/Unterweser (NI), wo das Boot gebaut wurde.

Die „Secretarius“ ersetzt auf Langeoog die „Casper Otten“, die seit 2001 auf der Insel stationiert war. Es handelt sich um einen modifizierten Typ dieser Klasse, der besonders durch einen Spant mehr in der Länge die Unterbringung und Behandlungsmöglichkeiten an Bord für Schiffbrüchige, Erkrankte und Verletzte verbessert.

Mit 96 Zentimetern Tiefgang ist das Boot für das Tidenrevier mit Sandbänken und Flachs rund um die Insel eeignet. Das SRB ist eins von insgesamt zehn des gleichen Typs. Es ist 10,1 Meter lang und 3,61 Meter breit. Die Verdrängung beträgt 8 Tonnen. Der 380 PS starke Motor beschleunigt das Boot mit einem Propeller auf 18 Knoten (ca. 33 km/h).

Wie alle Einheiten der Seenotretter sind die neuen Seenotrettungsboote als Selbstaufrichter konstruiert und vollständig aus Aluminium im bewährten Netzspantensystem gebaut. Der Neubau ist mit moderner Navigationstechnik, leistungsstarken Schlepp- und Lenzgeschirren sowie einer umfangreichen Ausrüstung zur medizinischen Erstversorgung ausgestattet.

(14.08.2017; Text: Sven Buchenau, Foto: DGzRS)

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