DGzRS rettet zwei Jungen aus Seenot


Ueckermünde (DGzRS) – Im Stettiner Haff wurden am Mittwochnachmittag zwei Kinder von den ehrenamtlichen Seenotrettern der Station Ueckermünde aus Seenot gerettet. Die beiden neun und elf Jahre alten Jungen waren mit ihrem aufblasbaren Badeboot in Höhe des Campingplatzes Grambin westlich von Ueckermünde bei ablandigem Wind mehr als 800 Meter weit auf das Haff hinausgetrieben.

Gegen 13.45 Uhr alarmierte eine am Ufer stehende Passantin via Handy die lokale Rettungsleitstelle, welche die Seenotleitung Bremen der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) informierte. Die freiwilligen Seenotretter der DGzRS-Station Ueckermünde besetzten unverzüglich das schnelle Festrumpfschlauchboot “Dora” und nahmen Kurs auf die Unglücksstelle.

Bei Eintreffen der Retter fanden sie den älteren der beiden Jungen stark unterkühlt vor, der zweite stand offenbar unter Schock. Beide waren lediglich mit T-Shirt und Badehose bekleidet. Zuvor hatte der Ältere noch rund eine halbe Stunde im etwa 14 Grad kalten Wasser versucht, den Neunjährigen samt Boot Richtung Ufer zu ziehen. Da dies nicht gelang, stieg er wieder in das Badeboot.

Auch ein Erwachsener versuchte, das Boot vom Land aus schwimmend zu erreichen, musste angesichts des ablandigen Windes jedoch kapitulieren und an den Strand zurückkehren.

Mit dem flachen Seenotrettungsboot wurden die Kinder von den Seenotrettern bis an den Strand des Campingplatzes gebracht und in die Obhut der Eltern übergeben. Zwischenzeitlich waren auch der Notarzt und ein Rettungswagen eingetroffen, die die weitere Betreuung der beiden Jungen übernahmen.

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