Vorwurf der Vergewaltigung gegen Rettungsfachkraft fallengelassen


Leverkusen (rd.de) – Die Staatsanwaltschaft Köln hat das Verfahren wegen Vergewaltigung gegen eine Rettungsfachkraft der Feuerwehr Leverkusen eingestellt.

RTW auf Einsatzfahrt. Symbolfoto: k_rahn/fotolia

RTW auf Einsatzfahrt. Symbolfoto: k_rahn/fotolia

Zwei Mitarbeiter der Feuerwehr im Alter von 25 und 27 Jahren hatten nach einem Volksfest in Leverkusen im August 2015 einen Rettungswagen (RTW) zweckentfremdet. Sie fuhren mit zwei Frauen nach Köln, um dort unter einer Rheinbrücke mit ihnen Sex zu haben. Eine der beiden Frauen sei dabei gegen ihren Willen zu sexuellen Handlungen genötigt worden, berichtet der „Leverkusener Anzeiger“.

Die Staatsanwaltschaft hat das Verfahren wegen Vergewaltigung aufgrund mangelnden Tatverdachts eingestellt. Man habe nicht nachweisen können, dass der Mann die Proteste der Frau ignoriert habe. Die Frau legte gegen diese Entscheidung offenbar keinen Widerspruch ein.

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Dennoch sind die beiden Rettungsfachkräfte weiterhin vom Dienst freigestellt. Die Stadt Leverkusen prüfe derzeit, ob eine Disziplinarverfahren angestrebt werde. Unter anderem hätten die Männer mit dem RTW unerlaubt das Einsatzgebiet verlassen.

Es müsse gegenwärtig die Schwere der Dienstvergehen festgestellt werden. Danach richten sich die Disziplinarmaßnahmen, die die Stadt ergreifen kann. Am Ende könnte sogar eine Anklage wegen einer Schädigung des Ansehens der Stadt stehen, schreibt die „Rheinische Post“. Eine Kündigung wäre dann nicht ausgeschlossen.

(29.01.2016)

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