Verlegung von „Christoph 43“ – Probleme bei der Hilfsfrist


Karlsruhe (rd.de) – Der Rettungshubschrauber (RTH) „Christoph 43“ musste am 31.01.2016 vorübergehend an einen neuen Standort verlegt werden. Baumaßnahmen am bisherigen Standort, den St. Vincentius-Kliniken in Karlsruhe, machten diesen Schritt notwendig. Rettungsfachkräfte und die Bevölkerung befürchten eine Verschlechterung bei der Einhaltung der notärztlichen Hilfsfrist.

Die Verlegung von "Christoph 43" sorgt für Wirbel. Symbolfoto: DRF Luftrettung

Die Verlegung von „Christoph 43“ sorgt für Wirbel. Symbolfoto: DRF Luftrettung

In einer Mitteilung weisen die Initiatoren einer Interessengruppe darauf hin, dass im Jahr 2014 durch die bodengebundenen Notarztrettungsmittel und den Rettungshubschrauber die Hilfsfrist nur in 90,5 Prozent der Einsätze eingehalten wurde. Die Verlegung an den 35 Kilometer weiter südlich gelegenen Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden würde die Versorgung im Rettungsdienstbereich Karlsruhe weiter verschlechtern. Die Eintreffzeit zu den nördlichen Gebieten des bisherigen Standortes könne sich künftig um acht bis neun Minuten verlängern.

Darüber hinaus kritisieren die Initiatoren, dass die Verlegung ohne Absprache mit dem für den Rettungsdienst Karlsruhe zuständigen Bereichsausschuss erfolgte. Die DRF Luftrettung gab an, die Verlegung sei mit dem baden-württembergischen Innenministerium abgestimmt worden. Ein anderer Interimsstandort als der Flughafen habe nicht zur Verfügung gestanden.

Problematisch sei nach Ansicht der Interessengruppe, dass nun Stadt- und Landkreis Karlsruhe das Defizit in der Versorgung durch die Anstellung zusätzlichen Personals und weiterer Fahrzeuge ausgleichen müssten. Die dafür erforderlichen Mittel stünden im Haushalt nicht bereit.

(29.03.2016)

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