Rente mit 60 im Rettungsdienst problematisch


Diez (rd.de) – Der Staatssekretär im Rheinland-Pfälzischen Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie, David Langner, besuchte am Montag (04.01.2016) die DRK-Rettungswache in Diez (Rhein-Lahn-Kreis).

Rente mit 60 im Rettungsdienst? Foto: fotolia/Sebastian Duda

Rente mit 60 im Rettungsdienst? Foto: fotolia/Sebastian Duda

Bei dem Besuch bekräftigten die anwesenden Rettungsfachkräfte ihre Forderung, wonach Mitarbeiter im Rettungsdienst mit 60 Jahren in Rente gehen sollten.

Verschiedene Faktoren machten nach Ansicht der Rettungsdienst-Mitarbeiter die Rente mit 60 notwendig, berichtet die „Nassauische Neue Presse“.  Dazu gehören etwa die hohe körperliche Belastung und psychischen Belastungen. Dies führe dazu, dass beispielsweise in Diez keiner der Mitarbeiter mit 65 Jahren noch im Dienst sei.

Wie die Zeitung weiter schreibt, sehe Langner wenig Chancen für eine Rente mit 60. Zunächst sei die Finanzierung problematisch. Darüber hinaus müsse eine Gleichbehandlung mit anderen Berufen erfolgen, in denen eine ähnliche Arbeitsbelastung vorläge.

Letztendlich wies der Staatssekretär während des Treffens darauf hin, dass auch die Arbeitgeber dafür verantwortlich seien, ihre Mitarbeiter bis ins Alter fit zu halten. Ebenso seien die Arbeitnehmer gefordert, zum Beispiel durch gesunde Ernährung und Sport an ihrer Gesundheit zu arbeiten.

(05.01.2015)

3 Responses to “Rente mit 60 im Rettungsdienst problematisch”

  1. Jupp Schmitz us Kölle on Januar 7th, 2016 21:54

    Der Herr Staatssekretär läuft, trinkt Wasser und isst viel Obst….

    Ich tausche gerne mal mit dem Herrn für sagen wir 12 Monate… Mal schauen, ob er dann immer noch beschwerdefrei ist… Natürlich schön mit Nachtdiensten und Wechselschichten… (seine Bezüge darf er behalten)

    Aber geholfen hat er den Kolleginnen und Kollegen auch nicht… Wie auch…

    Seit wann ist das Arbeitsministerium eigentlich für den Rettungsdienst zuständig?!?

    Schade, dass der achso sportive Herr (schafft er es auch mit Rucksack und Defi auch in den 8 Stock???) Verantwortliche beim DRK gefunden hat um die Presse-Show zu starten… Geholfen hat es weder den Kollegen noch dem DRK, denn ganz klar Arbeitnehmer und Arbeitgeber sind dies alles selbst schuld…

    Hat ein Staatssekretär eigentlich verstanden was da geleistet wird… Oder wollte er es überhaupt…

    Wer ist denn verantwortlich, dass wir bis aktuell zum 67 arbeiten dürfen??? Konnte er dies erklären?!?

    Fast so gut wie die Meldung zu „SWR3″…

    Beides schlechte Scherze… oder vorgegriffene April-Scherze…

    Es grüsst us Kölle

    Jupp Schmitz

  2. Dino Tils on Februar 16th, 2016 08:42

    Man brauch hier eigentlich nur den Vergleich mit Feuerwehrbeamten zu ziehen. Mit welcher Berechtigung dürfen die bereits mit 60 und vollem Anspruch in Pension gehen? Auch die Gewerkschaften wie Komba fordern sogar für Werkfeuerwehren die Gleichstellung zu den Beamten. Da wird nicht nachgefragt, ob es nun noch „aktive“ PA-Träger oder Beamte aus dem GD oder Gerätewarte sind, die seit 20 Jahren kein Feuer mehr gesehen haben. Ich wage zu bezweifeln, dass die Gesamtbelastung im Dienst sie eines Beamten nur annähernd vergleichbar ist zu einem Angestellten im Rettungsdienst, der diese Tätigkeit als Vollzeittätigkeit ausübt.

  3. Wouter on Februar 16th, 2016 09:49

    verkürzt dargestellt……..Feuerwehrbeamte sind Helden, die sich sehenden Auges in todbringende Gefahren begeben ; Angestellte im Rettungsdienst sind Beschäftgigte mit einfachsten Tätigkeiten => Tragen und Fahren (Rettungsdienst ist nicht mal eine eigenständige Hauptleistung der Gesetzlichen Krankenversicherung im Sinne des SGB V)… Verantwortung tragen dabei Ärzte und Pflegepersonal …. nicht aber die Krankenwagenfahrer……… so ein weitverbreiteter und nicht zu korrigierenden Glaube in der Gesellschaft….. wenn Du mich fragst und selber ehrlich zu Dir bleibst.

    Schau Dir den Stellenwert des Rettungsdienstpersonals in der hessischschen Tragenaffäre an, dort siehst Du was ich meine.

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