Bundesfreiwilligendienst: positive Bilanz des DRK


Berlin (DRK) – Nach drei Jahren Bundesfreiwilligendienst (BFD) zieht das Deutsche Rote Kreuz eine positive Bilanz. „Das Angebot muss jedoch weiter ausgebaut werden, denn noch immer kommen auf jeden BFD-Platz bei uns zwei Bewerber“, sagt DRK-Präsident Dr. Rudolf Seiters aus diesem Anlass.

Angesichts der kurzen Einführungszeit nach der Aussetzung des Wehr- und Zivildienstes sei der Bundesfreiwilligendienst aus Sicht des DRK-Präsidenten gut gelaufen. Dennoch befinde sich der Freiwilligendienst weiterhin im Aufbau und auch nach drei Jahren sind einige Umsetzungsfragen immer noch offen und klärungsbedürftig, beschreibt das DRK in einer Pressemeldung.

Nach anfänglichen Kürzungen und einem Vertragsstopp Anfang 2014 konnte das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) zusätzliche Kontingente bereitstellen. In der Aufbauphase sind die Träger zur Sicherung der Qualität im Sinne der Freiwilligen aber auf eine langfristige Planungssicherheit und Transparenz bei der Bundesförderung angewiesen.

Die Nachfrage im BFD ist im DRK ungebrochen. Aktuell könnten rund 900 BFD-Plätze zusätzlich angeboten werden. Deshalb setzt sich das DRK in den Haushaltsverhandlungen für 2015 für eine Aufstockung der Bundesförderung ein, die jedoch nicht zu Lasten des Freiwilligen Sozialen Jahres gehen dürfe, so Dr. Seiters. „Es wäre schade, wenn man interessierten Menschen jeden Alters eine Absage erteilen müsste, weil die Gelder nicht zur Verfügung stehen“, betont der DRK-Präsident.

Außerdem sieht das DRK die Doppelrolle des Bundesamtes für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben (BAFzA) weiterhin kritisch: Das BAFzA ist z.B. für die Anerkennung der BFD-Stellen und die Durchführung der politischen Bildung zuständig und es ist gleichzeitig größter Anbieter von BFD-Plätzen. Dies stellt nach Ansicht des DRK das bewährte Verhältnis zwischen Staat und Zivilgesellschaft bei den Freiwilligendiensten in Frage und muss deshalb einer kritischen Prüfung unterzogen werden.

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