Notärztetag: Chancen der Telemedizin


Greifswald (rd.de) – Im Rahmen des 23. Notärztetages in Greifswald (Kreis Vorpommern-Greifswald) wird der seit eineinhalb Jahren in Aachen genutzte Telenotarzt-Dienst vorgestellt. Entwickelt und betrieben wird der Dienst von der Firma „P3 telehealthcare“. Vor allem die Potenziale in stark ländlichen Regionen wie beispielsweise in Mecklenburg-Vorpommern sollen in den Blick gerückt werden.

Symbolbild Telemedizin. Foto: Markus Brändli

Telemedizin. Symbolfoto: Markus Brändli

Der Telenotarzt Dr. Frederik Hirsch wird über seine Erfahrungen aus dem alltäglichen Einsatz im Regelbetrieb berichten. In einem Technik-Workshop bietet sich den Interessierten die Möglichkeit, das System in Echtzeit zu erleben. Dr. Lutz Fischer, Ärztlicher Leiter des Rettungsdienstes in Greifswald: „Die heutigen technologischen Möglichkeiten können helfen, die notfallmedizinische Versorgung zu optimieren.“

Die Übertragung aller Vitaldaten sowie von Foto- und Videomaterial aus dem Rettungsmittel können in das System integriert werden. Mit Hilfe von Mobilfunk-Headsets können die Rettungsdienstmitarbeiter mit dem zur Verfügung stehenden Telenotarzt kommunizieren. Eine eigens entwickelte Software unterstützt wiederum den Telenotarzt bei der Umsetzung einer an speziellen Leitlinien orientierten Patientenversorgung.

Seit eineinhalb Jahren ist der von P3 entwickelte Telenotarzt-Dienst in Aachen im Einsatz. Dabei wurde er nach eigenen Angaben in über 2.700 Fällen genutzt. Sowohl das ärztliche therapiefreie Intervall konnte verkürzt als auch die Behandlungsdokumentation bei der Übergabe des Patienten in der Klinik verbessert werden.

(25.09.2015)

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