In Betrieb: Regionalleitstelle Unterweser-Elbe


Bremerhaven (rd.de) – Offiziell ist die neue Integrierte Regionalleitstelle (IRLS) Unterweser-Elbe am Freitag (01.03.2013) in Betrieb gegangen. Sämtliche Feuerwehr- und Rettungsdiensteinsätze aus den niedersächsischen Landkreisen Cuxhaven und Osterholz sowie der Stadt Bremerhaven werden in dieser Leitstelle koordiniert und disponiert.

Standort der IRLS ist die Feuer- und Rettungswache der Feuerwehr Bremerhaven. „Die gemeinsame Regionalleitstelle ermöglicht sowohl die Nutzung einer neuen technischen Ausstattung auf höchstem Niveau als auch Synergieeffekte beim Personaleinsatz“, betonte Kai-Uwe Bielefeld, Landrat des Landkreises Cuxhaven. Leitbild der Kooperation sei eine Gleichberechtigung der kommunalen Partner in der Zusammenarbeit zum Wohle der Bevölkerung.

Die Feuerwehr Bremerhaven hatte die neuen Räume bereits im April letzten Jahres bezogen und die Leistelle in Betrieb genommen. Am 12. Februar 2013 stellte der Kreis Osterholz seinen Leistellenbetreib erfolgreich um, am 26. Februar folgte schließlich die Umstellungen des Kreises Cuxhaven. Sämtliche Notrufe in den drei Gebietskörperschaften mit insgesamt rund 374.000 Einwohnern laufen seither in Bremerhaven auf.

„Ich bin sehr stolz darauf, dass wir nach vielen Arbeitsstunden und dem unermüdlichem Einsatz aller Beteiligten die gemeinsame Regionalleitstelle in Betrieb nehmen konnten. Dank der Zusammenlegung und der Verwendung neuester Technik wird sich die Qualität deutlich steigern lassen“, sagt Bremerhavens Stadtrat Jörn Hoffmann.

Um eine gemeinsame Steuerung von Personalbedarf und -einsatz zu fördern, wird in der Anfangsphase für mehrere Monate zu jeder Zeit ein Mitarbeiter aus jeder Gebietskörperschaft anwesend sein. Durch die gemischte personelle Zusammensetzung der Schichten soll eine zügige Einarbeitung aller Mitarbeiter für das gesamte Zuständigkeitsgebiet der Regionalleitstelle ermöglicht werden.

Nach der bis zu sechsmonatigen Übergangszeit sollen im Regelbetrieb statt der bisher 30 Disponenten sowie drei Leiter nur noch ein Leitstellenleiter, sechs Lagedienstführer und fünfzehn Disponenten eingesetzt werden, heißt es in der Pressemitteilung. Der Einsatz wird im Schichtbetrieb erfolgen. Langfristig ermöglicht die Zusammenarbeit in der Regionalleitstelle erhebliche Wirtschaftlichkeitsverbesserungen gegenüber dem Alleinbetrieb der bisherigen Leitstellen.

Die IRLS ist auch für künftige technische Verbesserungen, wie zum Beispiel die Ortung der Standorte von Fahrzeugen des Rettungsdienstes über GPS oder die geplante Umstellung auf den Digitalfunk in den beiden Landkreisen technisch vorgerüstet.

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