Großeinsatz nach Gefahrstoff-Austritt


Ohorn (rd.de) – Auf einem Autobahnparkplatz an der Autobahn 4 bei Ohorn (Sachsen) traten am Mittwochnachmittag Phosphortrichlorid-Dämpfen aus einem Gefahrgut-Lkw aus. Der Stoff kann bei Menschen eine ätzende Wirkung auf Augen, Haut und Atemwege haben und in Verbindung mit Luft sogar explosiv wirken. So kamen Rettungsdienst und Feuerwehr mit einem Großaufgebot zum Einsatz. Mehrere Stunden dauerte der Einsatz und hielt die Kräfte auch Donnerstag nochmal auf Trab.

Der Gefahrgut-Transporter war auf dem Parkplatz Rödertal gestoppt worden. Während die Einheiten der Feuerwehr noch anrückten, wurde der Parkplatz abgesperrt. Zehn Personen, die sich anfangs auf dem Parkplatz befanden, wurden von Notärzten.

Trupps näherten sich nur in Chemikalienschutzanzügen dem Lkw. Eine Spezial-Firma aus Polen unterstützte die Einsatzkräfte bei der Abdichtung der Leckage. Bis in die Nacht lief der Einsatz. Vorübergehend gaben die Gefahrgutexperten dann Entwarnung. Doch wenige Stunden später wurden erneut austretende Dämpfe festgestellt. Feuerwehr und Gefahrgut-Experten mussten wieder ran und die Leckage erneut abdichten.

Für den Austritt des Gefahrstoffes war vermutlich ein technischer Defekt verantwortlich. Die Behörden hatten vorsorglich die Anwohner in den Gemeinden Ohorn und Bretnig-Hauswalde aufgefordert, Türen und Fenster geschlossen zu halten.

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