GdP fordert Mindeststrafe bei Übergriffen auf Rettungskräfte


Düsseldorf (rd.de) – Übergriffe auf Rettungskräfte und Polizisten sollen endlich unter Strafe gestellt werden, fordert der Landesverband Nordrhein-Westfalen der Gewerkschaft der Polizei (GdP). Der Verband sieht sich in dieser Forderung durch die Gewalttaten gegen Rettungskräfte am letzten Wochenende bestätigt.

GdP fordert härter Strafen für Gewalt gegen Rettungskräfte. Symbolfoto: Preuschoff

GdP fordert härter Strafen für Gewalt gegen Rettungskräfte. Symbolfoto: Preuschoff

Am vergangenen Wochenende (23./24. Januar 2016) ereigneten sich zwei Übergriffe auf Rettungsfachkräfte der Feuerwehr Düsseldorf (wir berichteten). Die GdP fordert nun die Bundesregierung auf, Angriffe auf Rettungskräfte, Polizisten und Feuerwehrleute unter Strafe zu stellen.

Nach Ansicht der Gewerkschaft ist es notwendig, dass dafür sowohl ein eigener Straftatbestand als auch eine Mindeststrafe eingeführt werden. Auch führende Innenpolitiker hätten sich in der Vergangenheit immer wieder für diese Forderungen stark gemacht. Allerdings habe es keine Gesetzesänderungen gegeben.

„Die Politik redet diese Problem trotzdem immer noch klein“, klagte der Landesvorsitzende Arnold Pickert. „Wir brauchen endlich einen eigenen Straftatbestand, damit Angriffe auf Polizisten und Rettungskräfte für die Täter nicht länger straffrei bleiben.“

Auch die Feuerwehr Düsseldorf reagierte schon vor einiger Zeit auf die wachsende Aggressivität gegenüber ihren Mitarbeiten. Die rund 700 Mitarbeiter des Rettungsdienstes sollen in nächster Zeit an einem Deeskalationstraining teilnehmen, berichtet die „Rheinische Post“. Die Angriffe vom Wochenende hätten nochmals deutlich gemacht, wie wichtig ein solcher Training sei.

(26.01.2016)

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