Feuerwehr Bremerhaven will Trennung vom Krankentransport


Bremerhaven (rd.de) – Wie die Feuerwehr mitteilt, sollen in Bremerhaven Krankentransporte künftig durch private Dienstleister erbracht werden. Eine Reihe von Gründen ist ausschlaggebend dafür, dass dieser Schritt jetzt geprüft wird.

Feuerwehr Bremerhaven will Krankentransporte an private Dienstleister abgeben. Symbolfoto: fotolia/benjaminnolte

Feuerwehr Bremerhaven will Krankentransporte an private Dienstleister abgeben. Symbolfoto: fotolia/benjaminnolte

Neben den 17.000 Einsätzen in der Notfallrettung kamen im Jahr 2015 für die Feuerwehr Bremerhaven 4.000 Krankentransport-Einsätze hinzu. Dies entspricht einer Steigerung der Einsatzzahlen um 16 Prozent in den letzten fünf Jahren.

Schon jetzt ist es nach Auskunft der Feuerwehr problematisch, die gesetzlich vorgeschriebenen Bereitschaftsanteile aufrechtzuerhalten. Nach einem Gutachten seien weitere neun Planstellen notwendig. Und das, obwohl die Wochenarbeitszeit bereits von 40 auf 48 Stunden erhöht wurde und seit 2011 ein weiterer Rettungswagen (RTW) 24 Stunden am Tag besetzt ist.

Ebenso sieht das Rettungsdienstkonzept in Bremerhaven bisher vorher, dass Krankentransporte mit Rettungswagen durchgeführt werden können. Diese sind jedoch erheblich besser ausgestattet als reine Krankentransportwagen. Darüber hinaus stünden sie während eines Transports nicht in der Notfallrettung zur Verfügung. Die Wirtschaftlichkeit eines Krankentransports mit einem RTW ist daher nicht gegeben, teilte die Feuerwehr mit.

„In Gesprächen mit den privaten Krankentransporteuren in Bremerhaven werden wir kurzfristig nach gemeinsamen Lösungen suchen. Die Feuerwehr Bremerhaven sieht sich auch zukünftig dazu verpflichtet, das hohe Qualitätsniveau im Krankentransport für die Patientinnen und Patienten sicherzustellen“, so der Dezernent der Feuerwehr Bremerhaven, Stadtrat Jörn Hoffmann.

(21.01.2016)

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