Arbeitsbedingungen in Leitstelle beklagt


Stendal (rd.de) – Eine Mitarbeiterin der Integrierten Leitstelle (ILS) Altmark klagte vor dem zuständigen Arbeitsgericht. Die Arbeitsbedingungen in der Leitstelle seien nicht mehr tragbar. Der Landkreis Stendal vernachlässige seien Fürsorgepflicht gegenüber den Mitarbeiteren. Der Anwalt der Klägerin wertete die Klage als einen Hilferuf.

Leitstellen-Disponent bei der Arbeit. Symbolfoto: M. Brändli

Leitstellen-Disponent bei der Arbeit. Symbolfoto: M. Brändli

Aus fünf Schichten zu je acht Stunden seien vier zu je zwölf Stunden geworden. Ebenso sei der Urlaub gekürzt worden. Allein im letzten Jahr hätten die Mitarbeiter der ILS 582 Überstunden erbracht, berichtet die „Volksstimme“.

Auch die Arbeitsbelastung habe deutlich zugenommen. Die Zahl der Notrufe hatte sich im Jahr 2015 verdoppelt, berichtet die Zeitung weiter. Auch ein Rückzugsraum, in dem die Bereitschaftsschichten verbracht werden könnten, sei nicht vorhanden. Die Mitarbeiter verbrächten die Schichten somit direkt am Arbeitsplatz.

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In der Verhandlung habe der zuständige Sachbearbeiter des Kreises Mängel eingeräumt. Dennoch sei die Sachlage schwierig. Die Mitarbeiter müssten ihre Überbelastung dokumentieren. Aber dazu fehle ihnen schlichtweg die Zeit, schreibt die Zeitung. Ein weiterer Verhandlungstag ist angesetzt. Bis dahin bestehe für beide Parteien die Möglichkeit, sich aufeinander zuzubewegen.

(26.02.2016)

One Response to “Arbeitsbedingungen in Leitstelle beklagt”

  1. Freidenker on Februar 29th, 2016 10:36

    Eine Überlastanzeige ist das mildere Mittel, als seinen Arbeitgeber öffentlich in dieser Art und Weise zu diskreditieren und zu beschädigen. Ein eisiger Wind zu Lasten des Beschäftigten wird m.E. zurecht kräftig durch den Arbeitsvertrag wehen…..

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