Deutsche Hilfe für Erdbebenopfer auf Haiti unterwegs


Berlin (rd.de) – Ein Erdbeben der Stärke 7,0 auf der Richterskala erschütterte gestern gegen 17.00 Uhr Ortszeit die Küste Haitis. Das Epizentrum lag kaum 20 Kilometer von der Hauptstadt Port-au-Prince mit 1,2 Millionen Einwohnern entfernt.

Die schlechte Infrastruktur und viel marode Bausubstanz lassen bei dem Erdbeben auf Haiti das Schlimmste befürchten.

Auf Ersuchen des Auswärtigen Amtes fliegt heute ein vierköpfiges THW-Erkundungsteam in das Erdbebengebiet, um mögliche Einsatzoptionen zu ermitteln. Außerdem beobachtet die THW-Leitung in Bonn weiterhin die Lage in der Katastrophenregion.

Die deutsche Hilfsorganisation Humedica e.V. erhielt bereits in den frühen Morgenstunden eine offizielle Anfrage des haitianischen Botschafters in Deutschland, S. E. Jean-Robert Saget, und organisierte umgehend ein Einsatzteam.

Die Ärzte Dr. Ulrich Seemann (Hambühren), Dr. Markus Hohlweck (Bonn), Dr. Irmgard Harms (Hindelang) werden sich gemeinsam mit einer Krankenschwester und medizinischen Hilfsgütern für die Erstversorgung von 3.000 Patienten auf den Weg in den Karibikstaat machen.

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