Deutsch-polnische Rettung im Stettiner Haff


Ueckermünde (DGzRS) – Die Seenotleitung Bremen koordinierte in der Nacht zu Montag (12.05.2014) eine grenzüberschreitende Suche nach einem in Not geratenen deutschen Ehepaar.

Gegen 23.30 Uhr alarmierte die Seenotleitung Bremen am Sonntagabend die freiwilligen Seenotretter der DGzRS-Station Ueckermünde sowie die polnischen Kollegen vom Maritime Rescue Co-ordination Centre in Swinemünde: Ein Motorboot mit einem Ehepaar an Bord trieb aufgrund von Maschinenproblemen manövrierunfähig im östlichen Teil des Stettiner Haffs. Eine genaue Position konnte der Skipper des Havaristen nicht angeben. Sowohl seine Frau als auch er selbst lagen bei südwestlichen Winden von vier bis fünf Beaufort (bis 38 km/h) und sehr kurzen Wellen seekrank unter Deck.

„Am Telefon wirkten sie sehr apathisch“, beschreibt Vormann Manfred Fastnacht die Situation vor Ort. „Starke Seekrankheit ist nicht zu unterschätzen und kann für die Besatzung eines Schiffes ernsthaft gefährlich werden, weil im Notfall nicht oder nicht rechtzeitig gehandelt werden kann.“

Mit dem Seenotrettungsboot „Gerhard Ten Dornkaat“ suchten die Seenotretter aus Ueckermünde gemeinsam mit ihren polnischen Kollegen das Haff nach dem Motorboot ab. Gegen 04.00 Uhr hatten die polnischen Seenotretter das Motorboot mit dem Ehepaar gefunden. Sie brachten sie ins polnische Trzebiez. Dort angekommen, waren die beiden in relativ kurzer Zeit wieder wohlauf.

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