Der Winter lässt Deutschland nicht los


Bonn (rd.de) – Die anhaltend winterlichen Wetterbedingungen hielten die Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst auch dieses Wochenende gehörig auf Trab.

In der gesamten Bundesrepublik waren Verkehrsunfälle und unpassierbare Straßen an der Tagesordnung.

Obwohl der Winterdienst fast rund um die Uhr im vollen Einsatz war, sorgte der Schneefall auf den Straßen Oberfrankens für etliche Blechschäden. Über das gesamte Wochenende hatte die Polizei 260 Unfälle zu bearbeiten. Trotzdem blieb es in der Mehrzahl bei Sachschäden. Bei 26 Unfällen verletzten sich Menschen, glücklicherweise aber meist nur leicht.

Im Sprinter eingeklemmt

Bei Nittendorf (Kreis Regensburg) starben am Montagmorgen zwei Autofahrer auf der A3. Gegen vier Uhr fuhr ein ungarischer Sattelzugfahrer auf der rechten Fahrspur der BAB A 3 von Nürnberg in Richtung Regensburg. Auf Höhe Nittendorf ermäßigte er seine Geschwindigkeit aufgrund der Witterungsverhältnisse.

Plötzlich bemerkte er einen lauten Knall und blieb am Standstreifen stehen. Ein hinter ihm fahrender Sprinter war auf den Lkw aufgefahren. Der Fahrer und der Beifahrer im Sprinter starben bei dem Aufprall sofort. Durch die Wucht des Aufpralls wurde das Führerhaus so stark deformiert, dass die beiden Personen längere Zeit nicht von der Feuerwehr befreit werden konnten.

Mit einem Findling kollidiert

Auf der Kreisstaße 63 zwischen Ottenstein und Vreden wurde ein 26-jähriger Pkw-Fahrer am Montag gegen 00:50 Uhr bei einem Alleinunfall schwer verletzt. Ausgangs einer Rechtskurve kam sein Fahrzeug auf winterglatter Fahrbahn nach links von der ab und kollidierte mit einem Findling und schleuderte gegen einen Straßenbaum.

Der Pkw blieb hinter dem Baum liegen. Der Motor des Fahrzeugs lag auf der gegenüberliegenden Straßenseite auf einem Acker. Der Fahrzeugführer, welcher unter Alkoholeinfluss stand, wurde durch Ersthelfer aus dem völlig zerstörten Fahrzeug geborgen. Er wurde schwer verletzt ins Krankenhaus Ahaus verbracht und von dort noch in der Nacht per Hubschrauber in eine Klinik nach Münster verlegt.

Schneeverwehungen im Nordosten

Im Nordosten bescherte die Wetterlage ein besonders einsatzreiches Wochenende Im Dienstbezirk der Polizeidirektion Anklam kam es am Samstag durch erneuten Schneefall und stark böigen Winden zu Schneeverwehungen, welche den Straßenverkehr zeitweilig zum Erliegen brachten.

Besonders stark betroffen diesmal der nördliche und westliche Bereich des Landkreise Ostvorpommern rund um Anklam, Gützkow und Wolgast sowie um die Hansestadt Greifswald. Selbst der Winterdienst musste vor den Schneemassen kapitulieren. Es konnten nicht alle Hauptstrecken freigehalten werden.

RTW bleibt auf schneeglatter Fahrbahn liegen

Wie die Deister- und Weserzeitung berichtet, rief eine RTW-Besatzung im Kreis Hameln bei extremer Schneeglätte um Hilfe. Auf dem Weg zu einer Patientin war das Fahrzeug plötzlich rückwärts die Straße hinabgerutscht und beinahe gegen den Mast einer Laterne gestoßen. Die herbeigerufenen Kollegen der Feuerwehr stellten das TLF mit der Handbremse gesichert am Einsatzort ab und stiegen zur Lageerkundung aus. Das unbesetzte TLF setzte sich plötzlich wie durch Geisterhand in Bewegung.

Retter schrammen Leitplanke

Ein Rettungsteam war im Kreis Waldeck-Frankenberg auf dem Weg nach Homberg, als der Fahrer auf glatter Fahrbahn die Kontrolle über den RTW verlor. Das Einsatzfahrzeug geriet auf die Gegenfahrbahn und schrammte auf einer Länge von 21 Metern an der Leitplanke entlang. Wie die Hessisch- / Niedersächsische Allgemeine berichtet, wurde der RTW dabei erheblich beschädigt. Die Besatzung kam mit dem Schrecken davon.

(01.02.2010)

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