Der Rettungsdient wird weiblicher


Pfaffenhofen (BRK) – Anita Blank-Burghard ist Vorzeigefrau im Rettungsdienst des Bayerischen Roten Kreuzes. Seit März managt sie den Rettungsdienst im Kreisverband Pfaffenhofen an der Ilm.

Voraussetzung für all diese Aufgaben ist eine intensive Ausbildung mitsamt einer umfangreichen Einsatzpraxis und sehr guten Kenntnissen der regionalen Verhältnisse. Wie Landesgeschäftsführer Dieter Deinert betont, verlange die rettungsdienstliche  Leitung ein hohes Maß an Kompetenzen: „Gratulation zur Rettungsdienstleiterin. Drei Rettungswachen im Landkreis  mit 63 Mitarbeitern erfordern eine  hohe Verantwortlichkeit, Feinfühligkeit  und Autorität.“ In den Anfangsjahren des organisierten Rettungsdienstes war dieser Beruf noch eine reine Männerdomäne. Hier hat Bayerns größte Hilfsorganisation noch großen Nachholbedarf.

Im Rettungsdienst des BRK arbeiten 3.835 Männer und nur 601 Frauen. Damit sich dies künftig weiter verändert, entwickelt der Gleichstellungsbeirat neue Konzepte, damit Frauen auch in diesem Beruf Familie und Arbeit gut miteinander vereinen können. Dazu Landesgeschäftsführer Dieter Deinert: „Der Rettungsdienst muss weiblicher werden.“  Unterstützt wird er dabei von Bayerns bekanntesten Notfallmediziner, Professor Dr. Peter Sefrin, zugleich Landesarzt des Roten Kreuzes: „Es ist gut, wenn mehr Frauen im Notfalleinsatz arbeiten. Bei Notfällen spielt die Psyche eine große Rolle, hier haben Frauen eine größere Sensibilität für die psychischen Bedürfnisse der Patienten. Frauen sind im Rettungsdienst unerlässlich.“

Blank Burghard ist seit  über 25 Jahren  im Kreisverband tätig, zu ihren Arbeitsfeldern gehört die Stellvertretung des Kreisgeschäftsführers und die Krisenintervention.

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