Der Notfalldatensatz auf der elektronischen Gesundheitskarte


Berlin (rd.de) – Es gibt Neuigkeiten von der in Vergessenheit geratenen elektronischen Gesundheitskarte: Die federführende Gematik hatte die Bundesärztekammer damit beauftragt, ein Konzept zum Handling der freiwillig abgespeicherten Notfalldaten vorzulegen. Das Konzept liegt vor und berücksichtigt auch Rettungsassistenten.

Demnach werden die Notfalldaten in zwei getrennten Datencontainern vorgehalten. In einem vom Patienten beschreibbaren Ordner können Erklärungen zur Organspendebereitschaft und Hinweise auf den Verwahrungsort von Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht hinterlegt werden.

Im Ordner den der Arzt beschreiben kann, ist Raum für die relevante Vorgeschichte mit ICD 10-kodierten Diagnosen und einer Medikamentenübersicht.

Aus rettungsdienstlicher Sicht ist interessant, ob Rettungsassistenten eine Möglichkeit erhalten sollen, die Notfalldatensätze auszulesen. Wörtlich heißt es hierzu: „Daher muss dem Notarzt oder – auf Anweisung des verantwortlicher Arztes – auch dem Rettungsassistenten die Anzeige des Informationscontainers auf der eGK mit dem Hinweis zum Ablageort der persönlichen Erklärungen auf dem mobilen Lesegerät möglich sein.“ Die Ärzteschaft trägt damit dem Umstand Rechnung, dass von den 4,4 Millionen Rettungsdiensteinsätzen jährlich über die Hälfe ohne Notarztbegleitung abgewickelt werden. Das Konzept der Ärztekammer sieht jedenfalls vor, für Rettungseinsätze einen Teil der Notfallinformationen auch ohne PIN-Eingabe sichtbar zu machen.

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