Der Bundespräsident zu Besuch bei BBK und THW


Bundespräsident Hort Köhler im Gespräch mit der THW-Jugend. (Foto: THW / Stefanie Grewe)

Bundespräsident Hort Köhler im Gespräch mit der THW-Jugend. (Foto: THW / Stefanie Grewe)

Bonn (BBK/THW) – Bundespräsident Horst Köhler besuchte gestern die für den Bevölkerungsschutz zuständigen Bundesbehörden in Bonn und informierte sich über deren Leistungspotenziale.

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) und die Bundesanstalt Technisches Hilfswerk (THW) empfingen den Bundespräsidenten.

Köhler zeigte sich interessiert an der strategischen und operativen Arbeit im Bevölkerungsschutz. Vor Ort erklärten ihm Mitarbeiter der beiden Behörden und ehrenamtliche THW-Helfer ihre Arbeit anhand von Technik, Spezialausrüstung und Fahrzeugen: zum Beispiel dem ABC-Erkunder des BBK. Er ist mit moderner Messtechnik ausgestattet und kann chemische und radiologische Verunreinigungen erfassen.

Zurzeit noch beim THW in der Erprobung ist der Schreitbagger. Die flexible Baumaschine soll eines Tages als Rettungsgerät in Trümmern und schwierigem Gelände zum Einsatz kommen. Das Gerät verfügt über vier unabhängig steuerbare Beine. Mit dem Bagger könnten beispielsweise Verschüttete schneller gerettet und Gefahren durch Trümmer einfacher beseitigt werden.

Besonderes Interesse des Bundespräsidenten galt den Menschen, die hinter dieser Arbeit stehen: „Am Ort, wo BBK und THW ganz stark ihre Leistungsfähigkeit zeigen, spüren wir, das ist Hilfe, das ist Vorsorge. Unsere Gesellschaft wäre ärmer, kälter ohne Ehrenamt. Wir müssen alles tun, um Menschen, die sich engagieren zu unterstützen.“

Die Bedeutung beider Behörden ist aktuell bei der Bewältigung der Katastrophe in Köln zu erkennen. Aufgrund des Einsturzes des Historischen Stadtarchivs waren seit Beginn des Einsatzes rund 1.500 Helferinnen und Helfer aus 40 THW-Ortsverbänden vor Ort. Eingesetzt wird u. a. das vom THW entwickelte lasergestützte Einsatz-Sicherungssystem. Das für den Kulturgutschutz zuständige BBK hat durch die Sicherungsverfilmung von Archivalien dazu beigetragen, wichtige Dokumente der Kölner Geschichte zu bewahren.

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