Demenzkranker von Mantrailing-Hund gefunden


Faßmannsreuth (rd.de) – Binnen 37 Minuten gelang es einem Rettungshund des BRK Hof, einen seit Stunden vermissten demenzkranken 82-Jährigen aufzuspüren.

Am 29.8.2008 alarmierte die Leitstelle Hochfranken um 21.42 Uhr die Mantrailerstaffel des BRK Hof. Mantrailer sind speziell ausgebildete Rettungshunde, die den Individualgeruch einer Person aufnehmen und genau diese Geruchsspur verfolgen können (vgl. Rettungs-Magazin 2/2008).

Gegen 22.30 Uhr traf die Spürhundestaffel am Haus des Vermissten ein. Klare Geruchsartikel waren nicht vorhanden, da alle Gegenstände auch von den Angehörigen sowie vom Pflegedienstpersonal mehrfach angefasst wurden. Der Hund wurde mit einem Stiefel des Vermissten als Geruchsträger konfrontiert. Zugleich wurde der Geruch der Tochter für den Hund ausgeschlossen.

Der alte Mann hielt sich normalerweise jeden Tag im Freien auf und unternahm Spaziergänge in der Umgebung von Faßmannsreuth. Das Suchgebiet beinhaltete eine kleine Ortschaft mit asphaltiertem Wegenetz, großen Freiflächen und angrenzenden großen Waldgebieten. Bauernhöfe mit diversen Großviehweiden, viele freilaufende Katzen und Wildtiere in den Wäldern machten es der feinen Hundenase zusätzlich schwer, der schwachen Geruchsspur zu folgen.

Dennoch konnte die vermisste Person in ca. 2 km und lediglich 37 Minuten Suchzeit unversehrt durch den Mantrailing-Hund aufgefunden werden.

Begleitet wurde der Hundeführer durch eine Helferin der BRK RHS Hof und zwei Diensthundeführern der Polizeidirektion Hof. Der Suche wurde mit Hilfe von GPS-Technik exakt aufgezeichnet und dokumentiert. Die Gesamtdokumentation erfolgte durch die Integrierte Leitststelle Hochfranken.

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