DBRD lehnt Zivildienst-Verlängerung ab


Kiel (pm) – Der Deutsche Berufsverband Rettungsdienst (DBRD) lehnt eine Verlängerung des Zivildienstes innerhalb des Rettungsdienstes ab.

In einer Pressemitteilung geht der DBRD auf die Befürchtungen einiger Rettungsdienste ein, wonach diese ihre Leistung mit dem Wegfall von Zivildienstleistenden in erheblichem Maße einschränken müssten oder diese nur mit erheblichen Mehrkosten durchführen könnten. Zivildienstleistende werden durch die Rettungsdienste in den Bereichen “Notfallrettung” und “Krankentransport” auf Rettungs- sowie Krankentransportwagen eingesetzt.

Der DBRD weist darauf hin, dass Zivis derzeit überwiegend im qualifizierten Krankentransport eingesetzt würden. Laut der Richtlinien zur Durchführung des Paragraph 4 Zivildienstgesetz dürfen Zivildienstplätze nicht anerkannt werden, wenn sie nachweislich einen bisherigen Arbeitsplatz ersetzen oder eine Einrichtung eines neuen Arbeitsplatzes erübrigen sollen. Die Zivildienstleistenden sollen das hauptamtliche Personal unterstützen, nicht ersetzen.

Sollten Rettungsdienste mit dem Wegfall von Zivildienstleistenden also tatsächlich ein personelles Problem bekommen, läge nach Ansicht des DBRD der Verdacht nahe, dass Arbeitsplätze bislang durch Zivildienstleistende besetzt und gegen die Richtlinien verstoßen würde.

In Zeiten gestiegener Anforderungen an das im Rettungsdienst eingesetzte Personal sehe der berufsverband im Übrigen den Einsatz von Zivildienstleistenden als vollwertige Besatzungsmitglieder auf Rettungs- und Krankentransportwagen aufgrund der bisher schon kurzen Dienstzeit kritisch. Neben der Ausbildung, welche grundlegende Kenntnisse für den Einsatz im Rettungsdienst vermittelt, sei Berufserfahrung insbesondere im Bereich der Notfallrettung ein wichtiges Kriterium für eine qualitativ hochwertige Versorgung der Patienten. Ständig wechselndes Personal in Form von Zivildienstleistenden mit einer aufgrund der zeitlichen Befristung nur geringen Erfahrung in der Notfallrettung als vollwertiges Personal einzusetzen, hält der DBRD für eine nicht akzeptable Praxis. Auch im Zusammenhang mit dem Krankentransport müsse der Einsatz aus gleichen Gründen kritisch hinterfragt werden.

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