CO-Vergiftung: Hochhaus vorsorglich evakuiert


Würzburg (pol) – Ein 45-Jähriger hatte am Freitagabend (15.11.2013) in Würzburg beim Grillen auf dem Balkon eines Hochhauses einen Großeinsatz von Feuerwehr und Rettungsdienst ausgelöst.

Gegen 20:30 Uhr hatte ein Bewohner des achtstöckigen Hauses in der Neumühle die Rettungsleitstelle verständigt. Die wenig später eintreffende Feuerwehr stellte eine deutlich erhöhte Kohlenmonoxid-Konzentration in Teilen des Hochhauses fest.

Auslöser war ein Kugelgrill, mit dem ein 45-Jähriger auf einem Balkon im dritten Stock grillen wollte. Über ein gekipptes Schlafzimmerfenster war das Gas in das Innere des Hochhauses gezogen. Drei der vier Kinder der Familie im Alter zwischen sechs und 13 Jahren schliefen in dem Raum und waren beim Eintreffen des Rettungsdienstes bereits bewusstlos. Sie wurden aus der Wohnung gerettet. Der Mann und seine 36-jährige Partnerin kamen ebenso wie die vier Kinder zur stationären Behandlung ins Krankenhaus.

Zwei Rettungsfachkräfte erlitten ebenfalls eine Rauchvergiftung, konnten die Klinik jedoch nach einer ambulanten Behandlung wieder verlassen.

Nachdem die Feuerwehr den Grill abgelöscht und das Gebäude gelüftet hatte, wurde gegen 21.40 Uhr Entwarnung gegeben. Alle Bewohner des Hochhauses konnten wieder in ihre Wohnungen zurückkehren.

Die Berufsfeuerwehr Würzburg und die freiwillige Feuerwehr Versbach waren mit jeweils 18 Kräften vor Ort.

Zur Versorgung der Verletzten und der unverletzten Bewohner des Hauses war der Rettungsdienst mit einem Großaufgebot von etwa 100 Mann vor Ort. Darunter befanden sich drei Notärzte, zwei Schnell-Einsatz-Gruppen und 16 Rettungsfahrzeuge. 51 Hausbewohner wurden ärztlich begutachtet, mussten anschließend aber nicht ins Krankenhaus gebracht werden.

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