„Christoph 4“: Leichter Anstieg der Einsatzzahl zu 2012


Hannover (JUH) – Der in Hannover stationierte Rettungshubschrauber „Christoph 4“ stieg im letzten Jahr 1600 Mal in die Luft, um Leben zu retten. Er verzeichnet somit einen leichten Anstieg der Einsätze gegenüber 2012 (1568 Einsätze). Dies teilten die Johanniter am Freitag (10.01.2014) mit.

Die Besatzung kümmerte sich vor allem um die Versorgung von internistischen und neurologischen Notfällen wie Herzinfarkte und Schlaganfälle, traumatische Verletzungen durch Verkehrs- sowie Arbeitsunfälle und Kindernotfälle.

Der an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) stationierte „Christoph 4“ besitzt einen Einsatzradius von bis zu 50 Kilometern und ist für Region und Stadt Hannover sowie die Landkreise Celle, Gifhorn, Hameln, Hildesheim, Holzminden, Nienburg, Schaumburg und Soltau-Fallingbostel zuständig.

Die längste Entfernung, die „Christoph 4“ letztes Jahr zurücklegen musste, war eine Flugstrecke von 80 Kilometern. Die Crew hatte ursprünglich einen Einsatz in der Nähe von Gifhorn. Auf dem Rückweg nach Hannover wurde das Team alarmiert und musste zu einem Unfall mit einem Mountainbiker nahe Bielefeld (NRW) fliegen. Der Verletzte wurde mit einem Wirbelsäulentrauma in das Evangelische Krankenhaus in Bielefeld gebracht.

Als außergewöhnlicher Einsatz ist Volker Hubrich, Leitender Rettungsassistent des „Christoph 4“, folgender Fall in Erinnerung geblieben: „Am 11. April 2013 wurden wir zu einem Verkehrsunfall nach Bisperode gerufen. Ein 20-Jähriger hatte dabei so schwere Verletzungen erlitten, dass er bei unserem Eintreffen bereits klinisch tot war. Es gelang uns aber, die massiven Blutungen zu stoppen und den jungen Mann wiederzubeleben. Danach konnten wir ihn in die Medizinische Hochschule transportieren.“

Betreiber und verantwortlich für den Dienstbetrieb des Rettungshubschraubers ist die Johanniter-Unfall-Hilfe im Landesverband Niedersachsen/Bremen. Die Crew besteht aus einem Piloten der Bundespolizei (Fliegerstaffel Nord Stützpunkt Gifhorn) sowie einem speziell ausgebildeten Rettungsassistenten der Johanniter-Unfall-Hilfe und einem Notarzt der Unfallchirurgie der MHH.

Der Luftrettungsstützpunkt in Hannover ist seit 2004 nach DIN EN ISO 9001:2008 zertifiziert. Bei seiner Indienstnahme vor über 40 Jahren durch den damaligen Innenminister Hans-Dietrich Genscher war „Christoph 4“ einer der ersten Rettungshubschrauber in Deutschland.

Möchten Sie einen Kommentar schreiben?