Chlorgasunfall am Gymnasium


Lüdinghausen (rd.de) – Beim Umpumpen von Stabichlor von einem Lastwagen in den Tank des Hallenbades der Schule, trat gestern gegen 11.20 Uhr Chlorgas aus. Zum Unfallzeitpunkt befanden sich 900 Schüler im Gebäude.

Beim Umfüllen kam es nach ersten Ermittlungen zu einem Handhabungsfehler, wodurch eine unbekannte, größere Menge Chlorgas freigesetzt wurde. Zu diesem Zeitpunkt hielten sich etwa 900 Schülerinnen und Schüler in der Schule auf. Der Schadensort wurde weiträumig abgesperrt.

Der Rettungsdienst meldete nach Eintreffen mehr als 30 betroffene Personen. Die Leitstelle löste daraufhin einen MANV II aus.

Nach einer ersten Sichtung der Schülerinnen und Schüler, deren Klassenräume im unmittelbaren Nahbereich zum Schadensort lagen, wurde der MANV II zurückgenommen, weil mit Ausnahme des Tankwagenfahrers und des Hausmeisters, niemand stärkere Symptome zeigte.

Laut Michael Hofmann, des Leiter DRK-Rettungsdienst Coesfeld, waren schließlich vier Rettungswagen, zwei Notarzteinsatzfahrzeuge, ein weiterer Notarzt, der LNA und der Organisatorische Leiter Rettungsdienst im Einsatz. Ferner stand die DRK-Einsatzbereitschaft Süd mit 32 Helfern am Einsatzort bereit.

Es wurde eine Verletztenablage in der gegenüberliegenden Musikschule eingerichtet. Die 46 betroffenen Schülerinnen und Schüler wurden dort unter anderem von vier Notfallseelsorgern betreut und schließlich alle im nahe gelegenen Krankenhaus einer ärztlichen Untersuchung zugeführt. Außer den zwei an der Umfüllmaßnahme beteiligten Erwachsenen, musste niemand stationär aufgenommen werden.

One Response to “Chlorgasunfall am Gymnasium”

  1. Sahnetaeter on September 16th, 2009 00:42

    Eieiei, für was unsere Kids heutzutage die Betreuung durch Notfallseelsorger brauchen… Oder brauchten die Notfallseelsorger die Kids? 😉

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