Chinesische Delegation besucht Döpfer Schulen Nürnberg


Nürnberg (pm) – Moderne Krankenwagen allein retten keine Menschen – ohne qualifiziertes Personal sind sie wertlos. In China fehlt derzeit qualifiziertes Rettungspersonal. Daher besuchte eine dreizehnköpfige Gruppe aus Henan in China die Döpfer Schulen Nürnberg, um sich einen simulierten Rettungseinsatz am Unfallort zeigen zu lassen.

Handgriffe, Ausrüstung – alles wurde genau begutachtet, denn in China gibt es die Ausbildung zum Rettungsassistenten noch nicht. Während ihres Besuchs wird die chinesische Delegation sich auch über andere Ausbildungen an Privatschulen und in Betrieben informieren.

Das Ziel von Hubert Döpfer ist es, chinesische Lehrlinge an der Schule in Nürnberg auszubilden. 2012 sollen drei Azubis probeweise die Ausbildung absolvieren und dann in ihre Heimat zurückkehren. Um dies zu ermöglichen, hat er seit dem ersten Kontakt mit Henan einen dreijährigen Behördenmarathon hinter sich, da alles geprüft und übersetzt werden musste.

In Nürnberg bilden die Döpfer Schulen in verschiedenen Gesundheitsbereichen wie Physiotherapie, Ergotherapie, Masseur und med. Bademeister sowie auch Rettungsassistenz aus. Vor wenigen Monaten wurde eine Rettungsstrecke eingerichtet, bei der die Auszubildenden unter realen Bedingungen den Einsatz am Unfallort üben können: Rauch und Lärm kommen auf Knopfdruck. Das beeindruckte die Gäste aus dem Reich der Mitte besonders.

One Response to “Chinesische Delegation besucht Döpfer Schulen Nürnberg”

  1. Jörn on Dezember 3rd, 2011 11:00

    Das Motto der chinesischen Delegationen, die sich zurzeit fast überall in der bundesrepublikanischen Rettungsdienst-Landschaft tummeln, scheint „Vom deutschen Rettungsdienst lernen heißt siegen lernen!“ zu lauten – oder doch eher frei nach KTzG: „Copy+PastE“?

    Passend zur Pressemitteilung der Döpfner[-]Schulen Nürnberg Folgendes: Die Chinesen wollen das größte Luftrettungsnetz der Welt aufbauen, liest man in den einschlägigen Fachzeitschriften bzw. online-Plattformen. Und wie bereits auf http://www.bos-fahrzeuge.info zu sehen war, bekommt China zurzeit die erste(n) EC 135 in der RTH-Version. Dass das Design dem der DRFL ähnelt bzw. bereits auf einem DICKIE-SCHUCO-Die-Cast-Miniaturmodell (dort allerdings OHNE chinesische Zeichen) zu sehen war, ist wohl (k)ein Zufall. Die Wartezeiten für europäische RTH-Betreiber dürften somit noch länger als bisher ausfallen – aber das Warten kennt man hier in Deutschland ja bereits vom qualifizierten Krankentransport bzw. im Süden auch vom Rettungsdienst. ;-((

    Sonnige Grüße aus dem Südwesten der B-Republik

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