Chinese dank Handyortung gerettet


Düsseldorf (BF) – Am frühen Dienstagmorgen rief ein aus China stammender Mann über den Notruf 112 bei der Feuerwehr Düsseldorf an und bat um medizinische Hilfe.

Die Verständigung zwischen dem 38-jährigen Patienten und des Leitstellenbeamten war allerdings kaum möglich. Der Chinese sprach nämlich so gut wie kaum Deutsch und kein Wort Englisch. Sicher war nur, dass der Notruf aus Düsseldorf kommt, eventuell von der Kettwiger Straße und der Mann einen Rettungswagen benötigte.

Fünf Leitstellenmitarbeiter versuchten daraufhin, die genaue Adresse herauszufinden, um dem Anrufer die Hilfe zukommen lassen zu können. Während einer über die Polizei mit Wortfragmente des möglichen Namens eine Auskunft vom Einwohnermeldeamt einholte, hörten andere immer wieder den Notruf ab, um weitere Stücke einer möglichen Adresse herauszufiltern. Der Führungsdienst der Leitstelle ortete daraufhin das Handy des Patienten.

Rund zehn Minuten später setzten die Leitstellenmitarbeiter alle Puzzelstücke zusammen und machten die Adresse ausfindig. Ein Rettungswagen fuhr zu der Wohnung und fand den Mann dort. Dieser wurde mit Schwindel und Übelkeit zur Untersuchung in ein Krankenhaus eingeliefert.

Die Feuerwehr Düsseldorf führt seit einigen Jahren die Handyortung bei Notfällen durch. Eine Ortung durch die Feuerwehr darf aber nur durchgeführt werden, wenn ein akuter Notfall vorliegt. Die Genauigkeit dieser Ortung hängt stark von dem Handy und der Dichte der Mobilfunkmasten ab. Ein Handy mit GPS ist relativ genau zu orten. Dagegen ist der Aufenthaltsort der übrigen, meistverbreiteten Handys eher ungenau. Der mögliche Unglücksort wird meist mit einem Radius von 200 bis 600 Metern eingegrenzt.

Dennoch hilft die Ortung, denn so können Rettungswagen und Notarzt schon in die Nähe des Verunglückten fahren, während die Leitstelle die Einsatzadresse weiter eingrenzt.

Möchten Sie einen Kommentar schreiben?