Chemische Substanz in Arztpraxis sorgt für Großeinsatz


Westerland (ots) – Gegen 07.30 Uhr wurden am Freitagmorgen die Einsatzkräfte der Feuerwehr Westerland durch die Leitstelle NORD zu einer Arztpraxis in Westerland auf Sylt gerufen. In der Arztpraxis sei eine übelriechende, chemische Substanz festgestellt worden, die beim Einatmen die Atemwege reize. 

Der Einsatzleiter der Feuerwehr forderte für den weiteren Einsatz den Löschzug Gefahrgut Sylt sowie vorsorglich den Rettungsdienst an, da drei Personen über Reizungen der Atemwege klagten. Die Personen wurden mit RTW in das Krankenhaus nach Westerland gebracht, konnten nach ambulanter Behandlung aber wieder entlassen werden.

Zusätzlich zu den Einsatzkräften der Feuerwehr, des Rettungsdienstes und der Polizei wurde die Schnell-Einsatz-Gruppe Betreuung Sylt alarmiert, um die Einsatzkräfte vor Ort mit Heißgetränken zu versorgen.

Die Analyse der Substanz bereitete Probleme. Die Polizei spricht von dem Verdacht, dass es sich um Buttersäure handeln könnte. Zur endgültigen Identifikation wurde die Stoffidentifikationsgruppe der Hamburger Berufsfeuerwehr um Amtshilfe gebeten. 

Um sicherzugehen brachte ein Einsatzwagen der Feuerwehr Sylt eine Probe zur Hamburger Umweltwache. Weil das Feuerwehrfahrzeug den so genannten Sylt-Shuttle (Bahnverbindung zum Festland) nutzen musste und eine Lokomotive technische Probleme hatte, verzögerte sich die Fahrt nach Hamburg.

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