Chemieunfall: 38 Mitarbeiter verletzt


38 Mitarbeiter der Härterei brachte der Rettungsdienst sicherheitshalber in umliegende Krankenhäuser.

38 Mitarbeiter der Härterei brachte der Rettungsdienst sicherheitshalber in umliegende Krankenhäuser.

Schwarzenbek (FW) – 38 Mitarbeiter einer Maschinenbaufirma in sind am Mittwochmorgen durch den Austritt giftiger Chemikalien verletzt worden.

Am Mittwoch gegen 10 Uhr sorgte der misglückte Versuch Natriumhydroxidlösung und 51-prozentige Schwefelsäure umzufüllen für einen Großeinsatz von Feuwehr und Rettungsdienst: Ein Teil der Flüssigkeiten trat aus und verbreitete sich in den Werkhallen der Härterei in Schwarzenbek (Herzogtum Lauenburg). Obwohl das Gebäude schnell evakuiert wurde, atmeten mehrere Mitarbeiter die giftigen Dämpfe ein.

Zunächst wurden nur ein Rettungswagen (RTW) und die Gefahrgut-Gruppe der Freiwilligen Feuerwehr Schwarzenbek alarmiert. Schließlicht rückten Feuerwehr und Rettungsdienst mit einem Großaufgebot an. Von der Feuerwehr waren ein Hilfleistungslöschgruppenfahrzeug (HLF) 20/16, ein Tanklöschfahrzeug (TLF) 16/25, ein Rüstwagen (RW) 2, ein Mehrzweckfahrzeug (MZF), ein Gerätewagen-Nachschub (GWN) und ein Erkundungsfahrzeug im Einsatz. Der Rettungsdienst schickte mehr als ein Dutzend Rettungswagen (RTW) und mehrere Krankentransportwagen (KTW), Gerätewagen, den Organisatorischen Leiter Rettungsdienst (OrgL), den Leitenden Notarzt (LNA) und die Schnelleinsatzgruppe (SEG) zum Unglücksort.

Nach einer Erkundung der Härterei gelang es Feuerwehrmänner, die sich durch Atemschutzgeräte gegen die Dämpfe schützten, die ausgelaufenen Flüssigkeiten aufzunehmen und abzudichten. Anschließend wurde das Gebäude belüftet. Dazu wurden mehrere Druckbelüfter an einem Hallentor in Reihe geschaltet und ein Entlüftungsgerät an einer Notausgangstür eines Nebengebäudes in Stellung gebracht.

Parallel dazu sichtete der Rettungsdienst und brachte 38 Verletzte in Krankenhäuser. „Die Gefahr von Schäden für den Organismus ist nicht zu unterschätzen, so dass wir die Betroffenen in den Kliniken beobachten wollen“, sagte OrgL Mike Sommerfeld.

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