Chemiealarm an der TU Dresden


Dresden (pol/rd.de) – Am späten Nachmittag kam es in einem Labor der Technischen Universität zu einem Zwischenfall beim studentischen Laborpraktikum. Ein Student klagte über Übelkeit. Da eine chemische Reaktion nicht ausgeschlossen werden konnte, wurde vorsorglich Havariealarm ausgelöst.

Vorsorglich wurden 97 Personen evakuiert und mit Bussen der Dresdner Verkehrsbetriebe in Krankenhäuser gebracht. Nach Information von gestern Abend zeigen sich bei keiner Person Vergiftungssymptome. Die Personen wurden jedoch weiter beobachtet und betreut.

Die nähere Umgebung der Universität wurde abgesperrt. Unter anderem musste auch die Bergstraße für den Fahrverkehr gesperrt werden. Alle verfügbaren Rettungskräfte der Landeshauptstadt waren im Einsatz.

Auch Einsatzkräfte betroffen

Unter Berufung auf Feuerwehrangaben berichtet die Lokalpresse, dass der Rettungsdienst sowie die Löschzüge der Feuerwachen Löbtau, Übigau und Striesen mit Umweltschutztechnik und Spezialausrüstung zur Betreuung und Versorgung von Verletzten alarmiert wurde. Im Hörsaalgebäude wurde ein Behandlungsplatz eingerichtet.

Unter den behandelten Personen befanden sich im Einsatzverlauf auch fünf Feuerwehrleute und zwei Mitarbeiter des Malteser Hilfsdienstes, die ins Krankenhaus gebracht werden mussten.

Die Dresdner Kriminalpolizei hat die Ermittlungen vor Ort und unter Einbeziehung von Sachverständigen/Experten der TU Dresden geführt. Demnach ergeben sich bislang keine Hinweise, dass tatsächlich ein giftiges Gas entstanden oder ausgetreten ist.

Vor Ort gehen alle beteiligten Einsatzkräfte davon aus, das Gebäude noch in der Nacht wieder freigegeben zu können. Das betroffene Labor selbst wird allerdings versiegelt und morgen bis in die letzte Ecke erneut untersucht.

In einer ersten Einschätzung geht die Polizei davon aus, dass das Zusammenwirken aller Rettungskräfte gut koordiniert und effizient funktioniert hat.

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