Campingbus mit acht Personen schwer verunglückt


Simbach am Inn (pol) – Zwei Tote und sechs Schwerverletzte ist die tragische Bilanz eines Verkehrsunfalles der sich am Sonntagmorgen gegen 05.30 Uhr auf der Kreisstraße zwischen Wittibreut und Simbach am Inn ereignete.

Eine Bewohnerin eines freistehenden Einfamilienhauses des Weilers Oberlangwied verständigte gegen 05.35 Uhr die Einsatzzentrale der Polizei in Straubing über den Unfall, der sich nur wenige Meter von ihrem Anwesen entfernt ereignete.

Nach derzeitigem Ermittlungsstand befuhr ein 19-jähriger Mann mit einem zum Campingfahrzeug umgebauten grauen VW-Bus (T 4), zugelassen im oberösterreichischen Grenzgebiet, die Kreisstraße PAN 4 aus Wittibreut kommend in Richtung Simbach am Inn.

In dem vermutlich nur mit zwei regulären Sitzplätzen im vorderen Bereich ausgestatteten Fahrzeug befanden sich noch sieben weitere Personen im Alter von 14, 15, 17, 17, 19, 32 und 46 Jahren. Der vorgenannte 46-Jährige war Beifahrer im Fahrzeug. Bei allen Insassen handelt es sich um österreichische Staatsangehörige. Bisherigen Erkenntnissen zufolge war die Gruppe auf dem Heimweg von einer so genannten „Zeltparty“ im Raum Rottal-Inn.

Auf Höhe der Ortschaft Oberlangwied geriet das Fahrzeug in einer leichten Linkskurve, allem Anschein nach aufgrund überhöhter Geschwindigkeit, auf das rechte Bankett. Im Anschluss daran übersteuerte der Fahrer sein Fahrzeug, so dass es ins Schleudern geriet, nach links von der Fahrbahn abkam und mit dem Dach voran gegen einen zwei Meter von der Fahrbahn entfernten Baum prallte.

Durch den massiven Aufprall wurde das Fahrzeug völlig zerstört, der 19-jährige Fahrer eingeklemmt und die weiteren Personen aus dem Fahrzeug geschleudert.

Sowohl der Lenker, als auch die im hinteren Teil des Fahrzeugs befindliche 32-jährige Frau verstarben noch an der Unfallstelle. Alle weiteren Insassen mussten mit schweren Verletzungen in umliegende Krankenhäuser im In- und Ausland eingeliefert werden. Der Gesundheitszustand kann bei allen Verletzten als kritisch bezeichnet werden, über konkrete Lebensgefahren liegen derzeit keine Erkenntnisse vor. Bei der Vielzahl von Rettungskräften kamen auch Notärzte, Rettungsdienste und zwei Rettungshubschrauber, teilweise auch aus dem benachbarten Oberösterreich zum Einsatz.

Zur Gurtsituation liegen noch keine gesicherten Erkenntnisse vor, vorschriftsmäßige Sicherheitsgurte waren aufgrund der baulichen Verhältnisse nur für Fahrer und Beifahrer verfügbar.

Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Landshut wurde ein Sachverständiger für Unfalluntersuchung zugezogen. Ebenfalls wurde beim 19-jährigen Fahrer eine Blutentnahme durchgeführt. Das Unfallfahrzeug wurde sichergestellt. Polizeiliche Recherchen in Zusammenarbeit mit den österreichischen Kollegen ergaben, dass der Lenker nicht im Besitz der erforderlichen Fahrerlaubnis war.

Den Einsatzkräften und Ersthelfern vor Ort bot sich ein schreckliches Bild. Nicht nur die beiden Unfallmitteiler und Angehörigen, sondern auch die Einsatzkräfte nahmen das Gesprächs- und Betreuungsangebot des alarmierten Kriseninterventionsteams in Anspruch.

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