Bundesmarine: Seenotrettung in der Biskaya


Wilhelmshaven (Marine) – Der Einsatzgruppenversorger „Frankfurt am Main“ hat am Montag (27.05.2013) eine in der Biskaya in Seenot geratene Seglerin retten können. Erst vier Tage zuvor konnte die Fregatte „Bremen“ in dem Seegebiet ebenfalls einen Segler retten.

Um 17:10 Uhr Ortszeit empfing der Einsatzgruppenversorger „Frankfurt am Main“ am Montag einen Seenotfunkspruch von einer hilflosen Seglerin in der nördlichen Biskaya.

Die Wetterbedingungen und die Sicht waren sehr schlecht, sodass von einer Gefahr für das Leben der Seglerin ausgegangen werden musste. Sofort begab sich das Schiff zu der Position des Segelboots. Gleichzeitig machte sich ein Flugzeug der französischen Küstenwache auf den Weg, um die Situation aus der Luft zu beobachten.

Das Segelboot befand sich nur wenige Meilen entfernt, sodass der Einsatzgruppenversorger nur 25 Minuten nach Eingang des Notrufs das auf den Wellen treibende Segelboot im Nebel ausmachen konnte. Die Rettungskette an Bord wurde schon während der Fahrt aktiviert. Die Speedbootbesatzung war bei Erreichen des Segelbootes klar zum Aussetzen.

Die Seglerin gab an, sie sei bereits seit neun Tagen allein auf See und fühlte sich bei den vorherrschenden Wetterbedingungen nicht mehr in der Lage, dass Segelboot sicher in den nächsten Hafen zu führen. Den Vorschlag der französischen Rettungsstelle, dass Boot aufzugeben und ihr Leben zu retten, indem sie an Bord des Einsatzgruppenversorgers kommt, nahm sie deshalb bereitwillig an. Die Segel wurden nieder genommen, alle persönlichen Wertgegenstände eingepackt und eine Seenotfunkboje aktiviert, damit Schiffe in der Nähe vor dem treibenden Segelboot gewarnt werden.

An Bord der „Frankfurt am Main“ wurde die Seglerin durch den Schiffsarzt untersucht. Ihr geht es den Umständen entsprechend gut.

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