Bundesinstitut mahnt zur Vorsicht am Druckminderer


Bonn (rd.de) – Der Sauerstoffflaschenzerknall in einem Münchner RTW und der ausgebrannte DRF-Hubschrauber in Stuttgart sorgte vor einem Jahr für Schlagzeilen. Das Bundesamt für Arzneimittel und Medizinprodukte ( BfArM) mahnt nun zu mehr Vorsicht beim Umgang mit Druckminderern.

Dem BfArM wurden in den vergangenen fünf Jahren 23 Vorkommnisse bei der Anwendung von Druckminderern, die an Sauerstoffdruckflaschen konnektiert waren, gemeldet. Beim Öffnen der Ventile kam es zu Stichflammen bis hin zum explosionsartigen Ausbrennen der Druckminderer. Als Folge hiervon wurden Anwender verletzt und es entstanden Brände in Rettungswagen und Hubschraubern.

Als wahrscheinliche Ursachen wurden Rückstände von organischen Substanzen sowie ein schnelles Öffnen der Ventile ermittelt. Das BfArM empfiehlt daher, beim Umgang mit Sauerstoffdruckminderern besondere Vorsicht walten zu lassen. So sollte eine partikel-, öl- und fettfreie Montage der Druckminderer an die Sauerstoffflasche erfolgen. Weiterhin sollte das Öffnen der Ventile langsam erfolgen, um Druckstöße zu vermeiden.

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