Bundesamt trifft Katastrophenvorsorge für NATO-Gipfel


Baden-Baden (BBK) – Heute und morgen findet in Baden-Baden, Kehl und Straßburg (Frankreich) der NATO-Gipfel statt. Es treffen sich die Staats- und Regierungschefs, Verteidigungs- und Außenminister aus 26 Mitgliedsstaaten der NATO und Vertreter weiterer Staaten und Organisationen. Angesichts der hochrangigen Staatsoberhäupter wird Sicherheit in diesen Tagen groß geschrieben.
Mit dem Gemeinsamen Melde- und Lagezentrum für Bund und Länder und einem eigenen Krisenstab ist das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) auf einen möglichen Katastrophenfall während des Gipfels vorbereitet. Die Behörde wäre in der Lage, kurzfristig Unterstützung zu leisten, zum Beispiel bei einem Massenanfall von Verletzten.

Für solch einen Fall hat das BBK bereits im Vorfeld das Land Baden-Württemberg unterstützt. Mit Umsetzung des Ausstattungskonzeptes des Bundes im ergänzenden Katastrophenschutz konnte das BBK erst kürzlich acht Krankentransportwagen (KTW) an das Land ausliefern, zusätzlich zu den vom Land selbst über das BBK beschafften Fahrzeuge des gleichen Typs. Die Ausstattung und die Helfer der KTW stellen eine Ergänzung der Rettungsmittel des Rettungs- und Sanitätsdienstes dar, damit das Transportaufkommen bei einer Katastrophe mit einem Massenanfall bewältigt werden kann.

Für die intensivmedizinische Behandlung einer großen Anzahl von Patienten im Katastrophenfall kann es zu Engpässen an Sanitätsmaterial kommen. Deshalb hat der Bund in den vergangenen Jahren die Länder mit zusätzlichen „Sanitätsmittelpaketen“ ausgestattet. Dieses Material wird jetzt vor Ort verfügbar gemacht. Damit kann eine effektive und rasche Erstversorgung Verletzter gewährleistet werden.

Die in Mannheim stationierte Spezialeinheit zur chemischen Gefahrenabwehr hat das BBK technisch aufgerüstet. Das integrierte Fernerkundungssystem ermöglicht eine Ortung und Identifikation von Gefahrenstoffwolken aus einer Entfernung von bis zu fünf Kilometern. Es wird zur Bewältigung von umfangreichen chemischen Gefahrenlagen mit Gefahrstoff-Freisetzung eingesetzt.

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