Britische Studie präsentiert Telemedizin als Problemlöser


London (pm) – Das britische Gesundheitsministerium hat mit 6.000 Patienten die weltweit bisher größte Studie zur Wirksamkeit von Telemedizin abgeschlossen. Die ersten Auswertungen der Studie versprechen eine 45 % geringere Sterberate und 20 % weniger Notfallaufnahmen.

An der Studie war Philips als einer von drei Anbietern von Homehealthcare-Lösungen beteiligt. Das Patientenmanagementsystem Motiva lieferte Daten von Patienten mit Herzinsuffizienz, Diabetes oder chronischer Lungenerkrankung aus dem Londoner Bezirk Newham. Newham hat die höchste Diabetes- und Schlaganfallrate in Großbritannien und mehr als 17 Prozent der Bevölkerung benötigen langfristige medizinische Versorgung.

„Die Studie ist auch ein deutliches Signal für das deutsche Gesundheitssystem, denn auch bei uns ist ein Umdenken erforderlich“, so Jochen Franke, Geschäftsführer Philips Healthcare Deutschland. „Es gibt keinen anderen Weg, um die Versorgung chronisch Kranker außerhalb des Krankenhauses zu verbessern, und gleichzeitig dazu die Kosten für das Gesundheitssystem in den Griff zu bekommen“, erklärt Franke weiter.

Die Betreuung von Patienten mit chronischen Erkrankungen kostet das britische Gesundheitssystem jedes Jahr Milliarden. Insbesondere Besuche in der Notaufnahme oder Krankenhausaufenthalte sind kostenintensiv. Schaut man auf die ersten Studienergebnisse, so könnte die Telemedizin ein Weg sein, diese Kosten deutlich zu reduzieren. Damit ließe sich das Gesundheitssystem langfristig entlasten, ohne dass Patienten Einbußen in der Betreuung hinnehmen müssten.

Philips Motiva verbindet die Patienten über einen Netzwerkanschluss am heimischen Fernseher mit ihrem medizinische Fachpersonal und lässt sich leicht auf alle Bedürfnisse einstellen. Es wertet die Vital-Parameter aus (Blutdruck, Gewicht, Blutzucker) und leitet Auffälligkeiten direkt an das Fachpersonal weiter, das jederzeit Zugang zu den Patientendaten hat und die gesundheitliche Entwicklung verfolgt.

Eien Zusammefassung der Studie hat das britische Gesundheitsministerium unter http://www.dh.gov.uk/health/2011/12/wsd-headline-findings veröffentlicht.

 

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