Brandstiftung: Zwei Kinder in Lebensgefahr


Bonn (rd.de) – In einem Bonner Mehrfamilienhaus gerieten gestern Nachmittag drei Kinderwagen in Brand. Durch die große Hitzeentwicklung war das Treppenhaus unpassierbar.

Die Einsatzleitstellen der Polizei und der Feuerwehr wurden um 14:03 Uhr durch Anwohner alarmiert. Die Feuerwehr der Stadt Bonn leitete sofort umfangreiche Rettungsmaßnahmen ein. Acht zum Teil schwer verletzte Menschen, darunter drei Kinder und ein Säugling, sind die Bilanz des Feuers, bei dem die Polizei derzeit von Brandstiftung ausgeht.

Die starke Rauch- und Hitzeentwicklung machten das Treppenhaus als Fluchtweg unpassierbar. Viele Bewohner retteten sich deshalb auf das Hausdach. Verzweifelte Eltern versuchten dennoch Ihre Kinder durch das Treppenhaus ins Freie zu tragen und erlitten dabei schwere Brandverletzungen.

Rund 100 Einsatzkräfte von Rettungsdienst und Feuerwehr waren im Einsatz. An einer benachbarten Schule wurde eine Sammelstelle eingerichtet. Für ein Kind mit schweren Brandverletzungen wurde der Rettungshubschrauber Christoph 3 aus Köln angefordert. Nach Presseinformationen schweben zwei der verletzten Kinder in Lebensgefahr.

Die Bonner Polizei vermutet Brandstiftung. Der Vorfall in Bonn-Tannenbusch gehört demnach zu einer Serie von Brandstiftungen in Wohnhäusern. Die Tatortaufnahme übernahm ein speziell ausgebildeter Brandermittler der Kripo.

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