Brandschutz: Brandenburg meldet mehr Waldbrände


Feuer Brandenburg 2003 /Foto Tilo, GNUBrandenburg (rd.de) – Brandenburg mit seinen ausgedehnten Kiefernwäldern, geringen Niederschlagsmengen und leichten Sandböden ist bundesweit das Land mit der höchsten Waldbrandgefährdung. Ein Drittel aller Waldbrände Deutschlands ereignen sich hier. Das Warnsystem aus Kameraüberwachung und Meldezentralen hat sich bewährt.

In der Waldbrandzentrale in Wünsdorf wurden soeben Rauchzeichen an einem Bildschirm geortet. „Das Feuer ist bei Ludwigsfelde“, erklärt Forstamts-Mitarbeiterin Carola Löhrke. Eine Reporterin der Märkischen Allgemeinen ist zu Besuch, um die Arbeit der Waldbrandwächter zur beschreiben.

Aber im Vergleich zu damals, werden Brandnester heute so schnell entdeckt, dass es selten zu einem größeren Feuerausbruch kommt. Fire-Watch nennt sich das Verfahren, in dem spezielle hochempfindliche Kameras Rauchentwicklung und Funken in Rauchwolken erkennen können. Das gesamte Überwachungssystem des Landes Brandenburg besteht aus 11 Waldbrandzentralen. Es wurden bis Ende 2007 über 100 Kamerasysteme installiert. Erkennen Sie ein Feuer oder eine Rauchentwicklung, geht der Alarm in einer der Waldbrandzentralen ein.

Zusätzlich gibt es landesweit in Brandenburg Messfelder mit modernster Datenlogger- und Übertragungstechnik. Sie ermöglichen eine stabile Datengewinnung forsthydrologischer Parameter. Die gasammelten Daten werden zeitnah und kostengünstig per Mobilfunk an die Zentrale gefunkt und ermöglichen eine Abschätzung der Waldbrandgefahr.

Der Sommer 2008 bescherte den Land Brandenburg bereits jetzt mehr Waldbrände als das gesamte Vorjahr. Bislang zählt man 199 Waldbränden bei dem 289 Hektar Forst geschädigt wurden. Letztes Jahr waren es nur 165 Waldbränden mit 45 Hektar Waldschaden.

Linktipp: Häufiger Rauchzeichen – Märkische Allgemeine

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