Brandenburgs Rettungsdienste sind zu langsam


Potsdam (rd.de) – Die Rettungsdienste in Brandenburg sind zu langsam. Dies räumte die Gesundheitsministerin für Brandenburg, Anita Tack (Linke), in Ihrer Antwort auf eine parlamentarische Anfrage ein.

Nach bisherigen Auswertungen der Landesregierung wurde in 12 von 14 Landkreisen die 15-Minuten-Hilfsfrist nicht eingehalten. Eigentlich sollten in 95 Prozent der Einsatzfälle die Retter binnen 15-Minuten am Einsatzort erscheinen, doch kein Kreis konnte diesen Wert einhalten. Nur die Kreise Potsdam-Mittelmark, Prignitz und Spree-Neiße schafften überhaupt Werte von über 90 Prozent. Im Märkisch-Oderland ist die Versorgung mit 80 Prozent besonders schlecht.

Die Sorge um die schwache rettungsdienstliche Versorgung ist nicht neu. Bereits im Januar 2009 antwortete die Landeregierung auf eine ähnliche Anfrage und gab damals bekannt, das acht der 14 Landkreise die Hilfsfristen nicht eingehalten hätten. Von einer Verschlechterung der Situation will das Gesundheitsministerium allerdings nicht sprechen, weil erst für das Jahr 2009 eine einheitliche Messweise eingeführt wurde.

Hauptursache für die verfehlten Eintreffzeiten seien Duplizitätseinsätze, die etwa zehn Prozent der Fälle ausmachten. Trotz der augenscheinlich schlechteren Zahlen, glaubt die Landesregierung den Rettungsdienst für das Jahr 2010 besser aufgestellt, als vor der Novellierung des brandenburgischen Rettungsdienstgesetzes im Jahre 2008.

One Response to “Brandenburgs Rettungsdienste sind zu langsam”

  1. gerry80 on August 4th, 2010 11:00

    Willkommen Brandenburger in der langen Liste derer die gesetzliche Vorschriften nicht einhalten können, da kein Geld für die Not der Menschen ausgegeben werden WILL.

    Gruß aus Ba-Wü, hier siehts kaum besser aus!

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