Bombe explodiert bei Entschärfung


Göttingen (rd.de) – Bei der Entschärfung einer Zehn-Zentner-Fliegerbombe auf dem Göttinger Schützenplatz, ist es gestern Abend um 21.37 Uhr zur Explosion des Blindgängers gekommen. Dabei wurden drei Personen tödlich und sechs weitere zum Teil schwer verletzt.

Auf dem Baufeld der neuen Sportarena Göttingen wurde in ca. sieben Meter Tiefe eine weitere Weltkriegsbombe identifiziert. Der Fund machte binnen weniger Tage zum zweiten Male eine Evakuierung von rund 7.200 Menschen erforderlich, die in einem Umkreis von 1.000 Metern in einem Stadtviertel zwischen Weender Landstraße, Berliner Straße, Groner Landstraße, Levinstraße und Hagenweg leben.

Ab 19 Uhr standen Betreuungsquartiere an der Heinrich-Heine-Schule und am Max-Planck-Gymnasium zur Verfügung. Mit dem Transport kranker, bettlägeriger und gehbehinderter Menschen wurde bereits eher begonnen.

Ziel der Stadt war es, die Evakuierung nach erfolgreicher Entschärfung der Bombe amerikanischer Bauart durch den Kampfmittelbeseitigungsdienst der Polizei Niedersachsen bis spätestens Mitternacht abzuschließen.

De Evakuierungsmaßnahmen waren noch nicht abgeschlossen, als die Zehn-Zentner-Bombe auf dem Göttinger Schützenplatz gegen 21.37 Uhr ungeplant detonierte. Der Explosion fielen drei Menschen zum Opfer. Zwei weitere wurden schwerverletzt und in das Göttinger Klinikum gebracht. Sie sind inzwischen außer Lebensgefahr. Vier Personen wurden mit leichteren Verletzungen vor Ort versorgt.

Nach gegenwärtigen Erkenntnissen handelt es sich in allen Fällen um Mitarbeiter des Kampfmittelbeseitigungsdienstes der Polizei Niedersachsen. Zum Zeitpunkt der der Detonation wurde offenbar an der Zehn-Zentner-Bombe nicht gearbeitet.

Die Evakuierung wurde um 0.45 Uhr aufgehoben, die Explosionsstelle bleibt aber im Umkreis von 300 Metern hermetisch abgeriegelt. Die Berufsbildende Schule II, das Otto-Hahn-Gymnasium und die drei Kindertagesstätten an der Godehardstraße bleiben heute geschlossen.

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