Blutdrucksenker im Vergleich


Köln (IQWiG) – Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen untersuchte die Vor- und Nachteile von Antihypertensiva. Demnach sind Diuretika erste Wahl.

Eine Senkung von erhöhtem Blutdruck kann Komplikationen wie Schlaganfällen, Nieren- oder Herzschäden vorbeugen und das Leben verlängern. Wie Studien zeigen, ist dies vor allem mit Hilfe von Medikamenten möglich. Ungeklärt ist aber die Frage, ob es dabei Unterschiede zwischen den blutdrucksenkenden Wirkstoffen gibt. Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat deshalb vergleichend untersucht, welche Vor- und Nachteile die bisher zur Blutdrucksenkung eingesetzten Medikamente, sogenannte Antihypertensiva, haben können. Die Nutzenbewertung des IQWiG soll die Frage beantworten, mit welchem Blutdrucksenker die Therapie begonnen werden sollte.

In der Studie wurden, Diuretika, Beta-Blocker, ACE-Hemmer, Kalziumantagonisten und Angiotensin-II-Antagonisten miteinander verglichen. Dabei schnitten Diuretika besonders gut ab, denn Diuretika sind in Hinblick auf dieVermeidung von Folgekomplikationen keiner anderen Wirkstoffgruppe unterlegen und weisen in einzelnen Aspekten Vorteile gegenüber ACE-Hemmern und Kalziumantagonisten auf. So fanden die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Belege, dass Diuretika das Risiko einer Herzschwäche (Herzinsuffizienz) stärker mindern als Kalziumantagonisten. Auch im Vergleich mit ACE-Hemmern scheinen die Diuretika hier überlegen zu sein, allerdings gibt es nur Hinweise und keine Belege.

Maßstab für den Nutzen der Medikamente war dabei nicht die Senkung des Blutdrucks, sondern die Folgekomplikationen, die Bluthochdruck verursacht.

Mehr Information: www.iqwig.de

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