Björn Steiger Stiftung übergibt neuen Transport-Inkubator


v.l.n.r. P. Schendel, Dr. M. Dördelmann, T. Pflanz und P. Dietl (Foto: BSS)

Winnenden/Flensburg (pm) – Das Perinatal-Zentrum der Ev.-Luth. Diakonissenanstalt Flensburg hat von der Björn Steiger Stiftung einen neuen Transport-Inkubator für die medizinisch optimale Beförderung von Früh- und Neugeborenen erhalten.

Der moderne Intensivpflege-Transport-Inkubator ist für den Einsatz im Baby-Notarztwagen der Klinik vorgesehen, der rund um die Uhr für schnelle und dringende Transporte von Intensivpatienten zwischen Kliniken zur Verfügung steht. Der von Dräger Lübeck entwickelte Inkubator entspricht den aktuellen technischen Standards. Er ist mobil ausgelegt, so dass ein Transport der Babys mit diesem System auch per Hubschrauber oder per Seenotrettungskreuzer erfolgen kann. Damit können jetzt alle Frühgeborenen und kranken Neugeborenen aus dem gesamten Norden Schleswig-Holsteins für eine erforderliche spezielle medizinische Versorgung sicher nach Flensburg verlegt werden.

Der Projektleiter der Björn Steiger Stiftung, Thomas Pflanz und Peter Dietl, Regional-Leiter Notfall-Medizin von Dräger übergaben gestern dem Chefarzt des Flensburger Perinatal-Zentrums der Ev.-Luth. Diakonissenanstalt, Dr. med. Michael Dördelmann, einen neuen Intensiv-Pflege-Transport-Inkubator. Mit der kostenlosen Dauerleihgabe der Björn Steiger Stiftung ersetzt die Klinik ihren seit 18 Jahren eingesetzten Inkubator für den dort stationierten Baby-Notarztwagen. Die Björn Steiger Stiftung hat dieses Projekt initiiert und trägt neben den beteiligten Partnern die Kosten für das Medizingerät. Der Preis des Inkubators inklusive der Peripherie-Geräte beträgt rund 120.000 Euro.

„Das gesamte Team der Diako-Kinderklinik ist sehr froh, von den Vorteilen dieses modernen Transport-Inkubator-Systems beim Hospitaltransfer von Frühchen und Babys profitieren zu können. Für den Transport von Früh- und Neugeborenen im Rettungsfahrzeug oder Hubschrauber bietet der neue Inkubator die optimale Lösung unserer Bedürfnisse. Dank des Engagements der Björn Steiger Stiftung und ihrer Partner ist dieser riskante Transport für die empfindlichen Neugeborenen mit dem neuen Inkubator-System heute sehr viel sicherer als früher“, erklärte Kinderklinik-Chef Dr. Dördelmann anlässlich der Übergabe des neuen Inkubators und betonte, dass dies auch für die Rettungskräfte und das medizinische Begleitpersonal eine deutliche Erleichterung bedeute.

Die Systemlösung des Transport-Inkubators ist eine Entwicklung von Dräger. Der Transport-Inkubator wird beim Transport von Frühgeborenen und erkrankten Neugeborenen eingesetzt, die von einer Entbindungsklinik in Perinatal-Zentren oder auch andere Spezialkliniken verlegt werden müssen. Das Gesamtsystem ist entsprechend dieser speziellen Anforderungen leichter und mobil ausgelegt und verfügt über eine moderne technische Ausstattung. Sie bietet den Rettungskräften und dem medizinischen Begleitpersonal mehr Sicherheit, eine verbesserte Handhabung der Geräte sowie zusätzliche Möglichkeiten der Überwachung und Betreuung.

„Unser neues System ist insbesondere auf die Bedürfnisse der intensivmedizinischen Versorgung von Frühgeborenen und kranken Neugeborenen abgestimmt.“, betonte Dräger-Mitarbeiter Dietl. Der Transport-Inkubator verfügt über Absauggerät, Beatmungsgerät, Infusionspumpen, Monitoring-Systeme sowie Sauerstoff- und Druckluftversorgung.

Die Björn Steiger Stiftung will am 15. März 2012 seinen neu entwickelten Baby-Notarztwagen in Stuttgart vorstellen. Der optimierte Baby-Notarztwagen erhält ein völlig neuartiges, aktives Dämpfungssystem. Ebenfalls neu sind dann der Tragentisch und das Fahrgestell für den querverbauten Transportinkubator sowie ein hydraulisches und erschütterungsfreies Be- und Entladesystem für den Inkubator. Ein solches Fahrzueg soll auch in Flensburg stationiert werden. Derzeit fehlen diesem Vorhaben aber noch Spenden von fast 200.000 Euro zur Realisierung.

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