Bevölkerungswarnung per SMS auch in Berlin


Berlin (BF) – Innensenator Frank Henkel hat gestern beim Tag der offenen Tür der Feuerwehr das System „Katwarn“ für Berlin in Betrieb genommen. Damit verfügt Berlin über eine weitere, innovative Möglichkeit, die Bevölkerung bei Bedrohungen durch Großschadensereignisse zu informieren und zu warnen.

Das Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme hat zu diesem Zweck ein Frühwarnsystem entwickelt, mit dem es Feuerwehr und Katastrophenschutz ermöglicht wird, die Berlinerinnen und Berliner im Ernstfall postleitzahlengenau mit Informationen zu versorgen und zielgerichtete Handlungsanweisungen auszusprechen. „Katwarn“ ist ein ergänzendes System, mit dem die Feuerwehr bei Großschadens- oder Katastrophenlagen neben den allgemeinen Informationen über Internet und in den Medien die Bürger der betroffenen Postleitzahlbereiche direkt per SMS oder E-Mail informieren kann.

Die Bürger müssen sich hierfür zunächst mit einer Postleitzahl bei „Katwarn“ anmelden, um bei einer Gefahrenlage am angegebenen Ort automatisch eine Warnung per SMS beziehungsweise E-Mail zu erhalten. Die Registrierung per Handy wird direkt nach dem Start des Systems am Tag der offenen Tür frei geschaltet. Die Kosten für die technische Plattform werden in Berlin von der Feuersozietät getragen.

Das SMS-System Katwarn ist derzeit bereits in Frankfurt/Main, Hamburg, sowie in den Landkreisen Aurich und Schwalm-Eder im Betrieb.

One Response to “Bevölkerungswarnung per SMS auch in Berlin”

  1. Bonaszewski on Juni 18th, 2012 18:00

    Schön, technisch auf neuem Stand, aber warum mit Registrierung und Postleitzahlenbereichen? Könnte man nicht wie anderswo üblich einfach alle Handy’s in der Funkzelle ansprechen? Was interessiert es mich, wenn ich nicht in Berlin, sondern in Stuttgart bin – dann kann ich in Berlin eh nichts mehr ändern. Jedoch würde es mich als Stuttgarter der in Berlin ist auch interessieren, wenn ich vor einer Gefahr gewarnt werden soll.

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