Bestens gewappnet für das Schneechaos


Wiesbaden (DRK) – Vielleicht erfüllt sich ja die Hoffnung auf einen verschneiten Heiligen Abend und weiße Weihnachtsfeiertage. Sollte der Schnee überhand nehmen, wie zum Beispiel im März 2010, als auf der Sauerland-Autobahn Schnee und Eis einen 40 Kilometer langen Stau verursachten und tausende Autofahrer die Nacht in ihren Fahrzeugen verbringen mussten, ist das DRK einsatzbereit.

Längst gewappnet sind für diesen Fall die Mitarbeiter des Katastrophenschutzes des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in Hessen: „Das DRK in Hessen“, so Hannelore Rönsch, Präsidentin des DRK Landesverbandes Hessen, „ist ein leistungsfähiger Partner im Katastrophenschutz und natürlich – vor allem auch durch das Engagement seiner Ehrenamtlichen – für solche Szenarien bestens gewappnet.“

Zum Katastrophenschutz gehören der Betreuungsdienst, der Sanitätsdienst, der Fachdienst Technik und Sicherheit sowie der Fachdienst Information und Kommunikation. Bei einem Schneechaos wie zu Beginn des Jahres 2010 kommt der Betreuungsdienst zum Einsatz. Er bietet bei Störungen oder Ausfall gesellschaftlicher, sozialer oder medizinischer Strukturen den Menschen Hilfe, die sich in einer Notlage befinden, aber keiner sofortigen akutmedizinischen Behandlung bedürfen. Das Ziel der im Betreuungsdienst Tätigen ist es, so schnell wie möglich die Rückkehr zur Normalität und zu alltäglichen Lebensumständen zu ermöglichen und dabei für den Erhalt beziehungsweise die Wiederherstellung des körperlichen, geistigen sowie sozialen Wohlbefindens der Betroffenen zu sorgen.

Bei einem Großschadensfall unterstützt der Betreuungsdienst außerdem die Sanitätseinheiten. So betreute er beim Chemie-Unfall im nordhessischen Homberg/Efze im Februar 2011 circa 150 unverletzte und leichtverletzte Betroffene. Er leistete Erste Hilfe, soziale Betreuung und gewährleistet die Verpflegung der Betroffenen und aller 160 Einsatzkräfte.

Jährlich engagieren sich über 10.000 Ehrenamtliche in 393 Bereitschaften und 39 Kreisverbänden im DRK Landesverbandes Hessen. Durch die fachliche Ausbildung im Katastrophenschutz kann das DRK in Hessen jederzeit behelfsmäßige Unterkünfte und Betreuungsplätze einrichten. Der Betreuungsdienst des DRK ist dadurch in der Lage, Betroffene schnellstens mit Lebensmittel, Trinkwasser und Gegenständen des täglichen Bedarfs zu versorgen sowie erste Hilfe zu leisten. Bei Bedarf errichtet er darüber hinaus behelfsmäßige Unterkünfte und Betreuungsplätze ein, registriert Betroffene und unterstützt das Kreisauskunftsbüro. Er stellt und beheizt Zelte für Betreuungs- und Sanitätseinsätze, stellt die Stromversorgung und die mobile Beleuchtung sicher und wirkt mit beim Errichten und Betreiben von Notfallstationen, Behandlungsplätzen oder Behelfskrankenhäuser. Er hilft bei Räumung und Evakuierung und sichert Zu- und Abfahrtswege im und zum Schadensgebiet. Er unterstützt Betreuungs- und Sanitätseinheiten bei der Entsorgung, beschafft Ersatzteile und leistet technische Hilfe an den Fahrzeugen und Geräten der Betreuungs- und Sanitätseinheiten.

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